Konzern schiebt Gewinnerwartung für Jaguar, Land Rover, Aston Martin und Volvo auf die lange Bank
Ford bekommt Luxus nicht in den Griff

Die Ford-Luxussparte PAG wird ihre Renditevorgaben in diesem Jahr nicht erfüllen und am Ende möglicherweise sogar Verluste schreiben. „Wir müssen unsere Erwartungen niedriger hängen“, sagte Jim Padilla, Nummer zwei im Ford-Konzern und Chef des weltweiten Automobilgeschäfts, auf dem Pariser Autosalon.

zel PARIS. Ford hatte für 2004 ursprünglich mit einem Überschuss von etwa 600 Mill. Dollar bei der „Premier Automotive Group“ (Jaguar, Land Rover, Aston Martin und Volvo) kalkuliert. Im zweiten Quartal stand hingegen bereits ein Minus von 362 Mill. Dollar zu Buche.

Besonders schwierig ist die Lage bei den beiden britischen Marken Jaguar und Land Rover. Die Mitte September verkündete Schließung eines Jaguar-Werkes in Großbritannien und die Aufgabe des Formel-1-Rennstalls wird voraussichtlich 450 Mill. Euro Folgekosten nach sich ziehen. Das Land-Rover-Werk im britischen Solihull gehört zu den unproduktivsten Automobilwerken in Europa und ist ebenfalls von der Schließung bedroht, sollte die Geländewagen-Sparte auch in den nächsten Jahren keine dauerhaften Gewinne schreiben. Bei Jaguar waren schon Anfang vergangenen Jahres zusätzliche Kosten von einer Mrd. Dollar wegen eines verzögerten Modellstarts aufgelaufen.

Ford-Manager Padilla sieht trotzdem keine grundsätzlich strukturellen Probleme des US-Konzerns im Umgang mit seinen Premiummarken. „Wir beherrschen das Thema Luxus“, betonte er in Paris. Er wertete es als Erfolg, dass Ford die Jahresproduktion bei Jaguar auf mehr als 100 000 Autos gesteigert habe. Ursprünglich sollte die Marke Jaguar jedoch schon im vergangenen Jahr 200 000 Fahrzeuge produzieren. Die jüngste Entwicklung bei der britischen Tochter bezeichnet jedoch auch Padilla als wenig erfreulich. Insbesondere auf dem US-Markt ist die Marke deutlich hinter den Absatzplanungen zurückgeblieben.

Als Erfolgsbeweis wertet Padilla die Entwicklung bei der schwedischen Konzerntochter Volvo, die in diesem Jahr erneut Gewinne schreiben werde. Außerdem sei ihr eine massive Steigerung der Produktionszahlen gelungen: Die schwedische Marke werde im laufenden Jahr wahrscheinlich 450 000 Autos verkaufen. Auch Volvo-Chef Hans-Olov Olsson pflichtete bei: „Wir sind auf dem richtigen Weg.“

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