Konzern sieht auch für Sozialkassen einen Vorteil
Daimler will Bundesagentur anzapfen

Der Daimler-Chrysler-Konzern will laut einem Zeitungsbericht für den Wechsel von Mitarbeitern seiner defizitären Tochterfirma Smart in die Mercedes-Gruppe Zuschüsse in Millionenhöhe aus der Arbeitslosenversicherung in Anspruch nehmen. Den „Stuttgarter Nachrichten“ zufolge beruft sich der Konzern dabei auf gesetzliche Regelungen zur Altersteilzeit.

HB STUTTGART. „Durch die Übernahme der Mitarbeiter in den Konzern nimmt das Unternehmen eine gesetzlich zulässige und geförderte Möglichkeit wahr“, sagte ein Unternehmenssprecher am Freitag auf Anfrage. Der Gesetzgeber habe gewollt, dass ältere Mitarbeiter, die auf dem Wege der Altersteilzeit ausscheiden, durch jüngere oder Arbeitslose ersetzt würden und dadurch der Arbeitsmarkt gezielt entlastet werde. Genau dies sei hier der Fall.

Zum Jahreswechsel wird der Konzern die Smart GmbH auflösen, in der gegenwärtig noch 450 Mitarbeiter beschäftigt sind. Diese Mitarbeiter, die nach dem jüngsten Stellenabbau noch an Bord sind, sollen neue Arbeitsverträge bei Daimler-Chrysler erhalten. Dort wiederum verabschieden sich regelmäßig ältere Mitarbeiter in die Altersteilzeit.

Dieses Zusammentreffen zwischen der Altersteilzeit und dem Wechsel jüngerer Mitarbeiter von der Tochtergesellschaft zum Mutterkonzern nimmt der Konzern nach Informationen der „Stuttgarter Nachrichten“ zum Anlass, Leistungen im Rahmen des Programms „Jung für Alt“ in Anspruch zu nehmen. Dieses Programm stellt Arbeitgebern hohe Zuschüsse in Aussicht, wenn sie Arbeitsplätze, die durch Altersteilzeit frei werden, wieder besetzen.

Voraussetzung ist nach dem Gesetz, dass ein Auszubildender übernommen oder ein Arbeitsloser eingestellt wird. Darüber hinaus gibt es auch Zuschüsse, wenn Mitarbeiter eingestellt werden, deren Arbeitsplatz bald wegfällt. Dies ist bei Smart der Fall, da das Unternehmen bald aufgelöst wird.

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