Konzern sieht sich auf Wachstumskurs
Daimler will US-Gegenwind trotzen

Der Autobauer Daimler sieht sich trotz eher schlechter ökonomischer Gesamtlage auf Wachstumskurs. Fast ein Jahr nach der Trennung von der schwächelnden US-Tochter Chrysler rechnet der Konzern mit einem Plus für Umsatz und Ergebnis für das Jahr 2008, bekräftigte Vorstandschef Dieter Zetsche.

HB BERLIN. „Daimler hatte einen guten Start“, sagte der Manager auf der ersten Hauptversammlung mit dem neuen Firmennamen am Mittwoch in Berlin vor rund 6 100 Aktionären. Die US-Kreditkrise sowie die Dollarschwäche werden jedoch Bremsspuren im laufenden Geschäftsjahr hinterlassen. Aktionäre kritisierten, die Trennung von Chrysler sei zu spät erfolgt.

„Aktuell lässt die ökonomische Großwetterlage eher Gegen- als Rückenwind erwarten“, erklärte der Vorstandsvorsitzende. Daimler habe sich für 2008 jedoch bereits zu rund 80 Prozent gegen Währungsrisiken abgesichert. Die Eintrübung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen werde aber auch an den Automobilmärkten nicht spurlos vorbeigehen. Die Auto-Nachfrage in den USA werde voraussichtlich abnehmen und in Westeuropa stagnieren.

Gute Geschäfte in den Schwellenländern könnten diese Entwicklung jedoch mehr als kompensieren. Vor allem in China, Russland, Indien und Brasilien wolle Daimler vom dortigen Boom profitieren. Dies werde aber nicht zu Lasten deutscher Arbeitsplätze gehen, sondern im Gegenteil auch in Deutschland Arbeitsplätze sichern, fügte Zetsche hinzu. Allein in der Lkw-Sparte werde Daimler in Deutschland 2007 und 2008 mehr als 1300 Arbeitsplätze schaffen.

Zetsche bestätigte auch die langfristigen Unternehmensziele, in der Kernsparte Mercedes-Benz Cars eine Umsatzrendite ab 2010 von durchschnittlich zehn Prozent und bei der Lkw-Sparte Daimler Trucks von acht Prozent einzufahren. Für Forschung und Entwicklung wollen die Stuttgarter bis 2010 rund 14 Mrd. Euro einsetzen. 2007 hatte Daimler ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 8,7 Mrd. und einen Nettogewinn von 4,0 Mrd. Euro erzielt. Der Konzernumsatz lag bei 99,4 Mrd. Euro. Der Absatz erreichte die Rekordmarke von 1,3 Mill. Fahrzeugen und soll 2008 erneut zulegen.

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