Konzern um 170 Millionen Dollar betrogen
Ex-Tyco-Chef wegen Betrugs schuldig gesprochen

Wegen Betruges ist der Tyco-Chef Dennis Kozlowski am Freitag in New York schuldig gesprochen worden. Die Geschworenen sahen es als erwiesen an, dass der Ex-Chef des Mischkonzerns und sein ehemaligen Finanzchef Mark Swartz das Unternehmen um 170 Millionen Dollar betrogen haben.

HB NEW YORK. Sie befanden die beiden auch für schuldig, den Aktienkurs des Unternehmens mit falschen Angaben über die Finanzlage in die Höhe getrieben zu haben. Sie verkauften die Papiere dann zu überhöhten Preisen und strichen einen Gewinn von 430 Millionen Dollar ein. Ihnen drohen Haftstrafen von mehr als 30 Jahren.

Reporter berichteten per E-Mail aus dem Gerichtssaal, die Familien seien völlig schockiert. Die Verteidiger verhandelten mit dem Richter über die Feilassung der Verurteilten bis zur Festsetzung des Strafmaßes. Die Geschworenen rangen sich erst nach eineinhalb Wochen zu ihrem Urteil durch. Ein erster Prozess gegen die beiden war im vergangenen Jahr geplatzt, weil der Name einer Geschworenen bekannt geworden war und die Frau Drohbriefe erhalten hatte. Kozlowski und Swartz hatten die Vorwürfe stets zurückgewiesen.

Die Kredite und Bonuszahlungen seien genehmigt gewesen. In der Serie von Bilanzbetrügereien, die vor drei Jahren ans Licht kamen, wurden Swartz und Kozlowski zum Symbol der Habgier amerikanischer Unternehmer. Kozlowski kaufte unter anderem auf Firmenkosten einen Duschvorhang für 6000 Dollar und rechnete eine zwei Millionen Dollar teuren Geburtstagsparty für seine Frau auf Sardinien als Betriebsausgaben ab.

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