Konzern will in Frankreich expandieren
Siemens zeigt Interessen an Legrand

HB MÜNCHEN. „Das Interesse von uns, uns in Frankreich zu verstärken, ist nichts Neues“, sagte Siemens-Chef Klaus Kleinfeld am Rande einer Veranstaltung am Dienstag in München. Kleinfeld deutete an, dass Siemens durchaus Interesse an einer Beteiligung an Legrand habe. Allerdings plane das französischen Unternehmen einen Börsengang, weshalb eine Beteiligung von Siemens kein Thema sei.

Ein Siemens-Sprecher ergänzte, dies könne sich natürlich ändern, falls der milliardenschwere Börsengang von Legrand nicht zu Stande kommen sollte. Kleinfeld zufolge haben die Münchener in der Vergangenheit über einen Einstieg bei Legrand gesprochen. „Es hat massenweise Gespräche gegeben“, sagte der Siemens-Chef, ohne den Zeitpunkt der Gespräche zu benennen.

Legrand setzte 2004 knapp drei Milliarden Euro um und erzielte eine operative Rendite von 16 Prozent. Das Unternehmen wird von der US-Beteiligungsgesellschaft Kohlberg Kravis Roberts (KKR) und der französischen Investmentgruppe Wendel kontrolliert. Die Investoren hatten 75 Prozent der Anteile an Legrand übernommen, nachdem die EU-Kommission eine Fusion mit der französischen Schneider SA 2001 blockiert hatte.

Das Unternehmen mit einem Schätzwert von sieben Milliarden Euro einschließlich Schulden strebt für 2006 einen Börsengang an. Legrand sieht sich als führender Anbieter von Produkten für Elektro-Installationen und Informationsnetze in Wohn- und Geschäftshäusern. Siemens war schon 2002 an LEGRAND interessiert gewesen, bevor das Unternehmen an die Finanzinvestoren verkauft wurde.

Keine höheren Einsparziele bei SBS

Siemens-Chef Kleinfeld bekräftigte die bislang angekündigten Einsparziele bei der IT-Dienstleistungstochter SBS und wies damit einen Zeitungsbericht über noch höhere Einsparungen und einen höheren Arbeitsplatzabbau zurück. „Es bleibt bei der Zahl, die wir genannt haben“, sagte er. Siemens hatte im September angekündigt, die Kosten in seiner Problemsparte bis 2007 um 1,5 Milliarden Euro zu senken.

Im Inland sollten 2400 Arbeitsplätze wegfallen. Die Tageszeitung „Die Welt“ hatte berichtet, bei SBS sollten weitere 100 Millionen Euro durch Personalabbau und die Senkung von Lohnkosten eingespart werden. Dies könne noch einmal 1000 Arbeitsplätze kosten.

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