Konzern will mehr Autos bauen
VW sieht Markterholung in China

Der deutsche Volkswagen-Konzern sieht eine positive Trendwende in China. Er sei "gedämpft optimistisch" und erwarte dieses Jahr beim Absatz im Reich der Mitte ein "leichtes Wachstum", sagte China-Chef Winfried Vahland in Peking.

PEKING. Noch im November hatte er für 2009 lediglich ein "Nullwachstum" auf dem wichtigsten Auslandsmarkt des Konzerns erwartet. Die Entwicklung sei jetzt aber besser als erwartet, so der VW-Mann, der angesichts der "vielen Unsicherheiten" aber auch zur Vorsicht mahnte. Grund für den Aufwind seien die Hilfen der chinesischen Regierung.

Peking hat ein massives Konjunkturpaket geschnürt, um Chinas abflauende Wirtschaft wieder anzukurbeln. Dabei soll auch der Pkw-Absatz mit 5 Mrd.Yuan (560 Mio. Euro) wieder belebt werden. Die VW-Zentrale in Wolfsburg will darum 2009 die Kapazitäten in China sogar ausbauen. In den Fabriken Changchun, Schanghai, Chengdu und Nanjing werde die Produktion um 50 000 Fahrzeuge erhöht, kündigte Vahland an.

Die chinesischen Standorte für Audi, VW und Skoda mit einer Kapazität von insgesamt einer Mio. Pkw waren im vergangenen Jahr fast völlig ausgelastet. Denn China hat einen wahren Autoboom erlebt. Seit 1999 hatten sich die Verkaufszahlen am chinesischen Automarkt verfünffacht. Im vergangenen Jahr wurden knapp 10 Mio. Fahrzeuge verkauft, davon 5,5 Mio. Pkw. In der zweiten Jahreshälfte war der Absatz dann jedoch stark eingebrochen.

Trotz der nun erkennbaren Erholung am Markt werde es 2009 für VW sehr schwierig, den operativen China-Gewinn von 395 Mio. Euro aus dem Vorjahr zu erreichen, so Vahland. "Aber wir werden auch dieses Jahr in China profitabel sein", kündigte er an.

Peking fördert vor allem den Kauf von Kleinwagen, was chinesische Hersteller bevorzugt. So erwartet der chinesische Autobauer Geely, der bereits Modelle unter 4 000 Euro anbietet, einen Absatzzuwachs von 25 Prozent in diesem Jahr. Chinas Regierung fördert zudem vor allem die Verkäufe in den ländlichen Regionen. Chinas Bauern können so mit einem staatlichen Zuschuss von 20 Prozent beim Kauf eines Kleinwagens oder Minibusses rechnen, berichten die Medien.

Peking hat die Steuerlast bei kleinen Pkw (bis 1,6 Liter-Motor) halbiert. Dies wirkt sich bei VW zwar eher negativ auf die Margen aus, hat aber die Verkäufe der Modelle Jetta, Polo und Golf sowie des neu in China eingeführten Skoda-Octavia beflügelt. Vahland: "Unsere Absatzzahlen lagen bereits im Januar und Februar über dem Vorjahr." Die Verkäufe hätten wie der gesamte chinesische Automarkt "im unteren einstelligen Bereich" zugelegt.

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