Konzern will Saatgutgeschäft kräftig ausbauen
Bayer CropScience setzt auf neue Wirkstoffe

Der Agrochemiekonzern Bayer CropScience will in den kommenden Jahren sein Saatgutgeschäft kräftig ausbauen. Er setzt dabei auf neue Wirkstoffe und will in den nächsten Jahren seine Forschungsausgaben weiter steigern.

HB MONHEIM. Bis zum Jahr 2015 werde das Unternehmen seinen Umsatz in diesem Bereich von heute sechs auf 15 Prozent ausbauen, kündigte der Vorstandschef der Bayer-Tochter, Friedrich Berschauer, am Dienstag in rheinischen Monheim an. Im globalen Agrarmarkt gelte die Sparte als einer der stärksten Wachstumstreiber. Auch gezielte Akquisitionen in Teilbereichen seien denkbar. Gleichzeitig wolle das Unternehmen seine führende Position im Pflanzenschutz in den kommenden Jahren durch die Entwicklung neuer Wirkstoffe absichern.

"Wir haben uns zum Ziel gesetzt, in diesem Jahr mit Produkten auf Basis neuer Wirkstoffe einen Umsatz in Höhe von einer Milliarde Euro zu erzielen", sagte Berschauer. Bayer verfüge über einen viel versprechenden Nachschub an neuen Produkten. In den nächsten zehn Jahren solle der Anteil der Umsätze mit patentgeschützten Pflanzenschutzmitteln weiter zunehmen und auf mehr als 50 Prozent steigen. Zugleich sollen die Forschungsausgaben bis 2015 auf dann jährlich rund 750 Mill. Euro angehoben werden. Im Vergleich zum Forschungsbudget des vergangenen Jahres wäre dies ein Plus von 13 Prozent.

Bayer CropScience konzentriert sich in jüngster Zeit immer stärker auf neuere Wirkstoffe, von denen sich das Unternehmen bessere Gewinnmargen verspricht. Von älteren Produkten will sich die Bayer-Gesellschaft trennen. Bis 2010 will die Bayer-Tochter die Zahl ihrer Wirkstoffe auf 87 weiter verringern. Dieses Jahr seien es noch 99 Wirkstoffe, teilte das Unternehmen mit. Noch im Jahr 2000 besaß die Agrochemiegesellschaft 114 Wirksubstanzen.

Die Bayer-Pflanzenschutzsparte hatte zuletzt unter einem schwierigen Marktumfeld in Brasilien und ungünstigen Wetterbedingungen in Europa gelitten. Mit harten Sanierungsschritten und dem Abbau von weltweit 1500 Stellen bis 2009 - vor allem in Nordamerika - zollt Bayer-CropScience dem schwachen Marktumfeld Tribut. Mit dem inklusive Abschreibungen 450 Mill. Euro teuren Sparpaket will der Konzern seine Kosten um jährlich 300 Mill. Euro drücken. Die Maßnahmen sollen dazu beitragen, dass Bayer CropScience 2009 eine operative Rendite von 25 Prozent erwirtschaftet. Ursprünglich wollte die Bayer-Tochter diese Marge im laufenden Jahr erreichen.

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