Konzern zurückhaltend beim Ausblick
Linde liefert gute Zahlen

Das Wiesbadener Unternehmen konnte in den ersten neun Monaten 2004 Umsatz und Gewinn deutlich steigern. Der Industriegase- und Gabelstaplerspezialist übertraf damit die Erwartungen der Analysten. Trotz des überraschend kräftigen Gewinnanstiegs blieb Linde zurückhaltend bei seinen Zielen für das Gesamtjahr.

HB WIESBADEN. „Es geht gut voran, wir haben unseren Aufwärtstrend weiter fortgesetzt“, sagte Konzernchef Wolfgang Reitzle am Donnerstag in Wiesbaden mit Blick auf das abgelaufene Vierteljahr. Linde habe in allen Unternehmensbereichen zugelegt, besonders in der Gabelstaplersparte. Allerdings werde das Geschäft mit Gabelstaplern im kommenden Quartal nicht mehr ganz so stark wachsen, prognostizierte Reitzle. Spekulationen über eine Fusion von Linde mit dem britischen Gasehersteller BOC wies er erneut zurück. Der Verkauf der kleinsten und wenig ertragreichen Linde-Sparte Kältetechnik an eine Tochter des US-Konzerns United Technologies ist seinen Worten zufolge abgeschlossen.

Das im Deutschen Aktienindex gelistete Unternehmen hält daran fest, dass Umsatz und operatives Ergebnis - bereinigt um die Effekte aus dem Verkauf der Kältetechnik - 2004 leicht über den Vorjahreswerten vor Sondereinflüssen liegen sollen. Analysten des Bankhauses HSBC Trinkaus & Burkhardt sprachen von einem exzellenten Start in eine Zukunft ohne Kältetechnik. Allerdings sei der Ausblick etwas konservativ. Am Nachmittag lag die Linde-Aktie 0,6 % im Plus bei 49,00 €, während der Dax 1,2 % zulegte.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebita) stieg im dritten Quartal auf 216 Mill. - ein Plus von 22 % im Vergleich zum Vorjahresquartal. Damit übertraf Linde die durchschnittlichen Analystenschätzungen von 190 Mill. €. In der Gabelstaplersparte stieg das Ebita vor Sondereinflüssen um 19 % auf 44 Mill. €, getrieben von steigender Nachfrage besonders in Amerika, Asien und Osteuropa. Das operative Ergebnis des größeren Geschäftes mit Gasen und Anlagenbau wuchs um zehn Prozent auf 187 Mill. € vor Sonderposten. In beiden Sparten strebt der Konzern Einsparungen von jeweils rund 70 Mill. € an.

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