Konzernaufteilung noch möglich
Börsengang der RAG bleibt unsicher

Die nordrhein-westfälische Landesregierung will in den nächsten Tagen ein Gutachten in Auftrag geben, um den Wert des Essener RAG-Konzerns zu ermitteln.

DÜSSELDORF. „Wir lassen untersuchen, welche Form der Verwertung des RAG-Vermögens die größte Sicherheit für die öffentliche Hand bietet“, sagte ein Sprecher des Düsseldorfer Wirtschaftsministeriums. Konkret gehe es darum zu prüfen, ob bei einem getrennten Verkauf einzelner Unternehmen der RAG höhere Einnahmen als bei einem Börsengang des kompletten Konzerns erzielt werden können.

Wie in einem Teil der Auflage bereits gestern berichtet, soll das Gutachten jedoch erst Anfang nächsten Jahres vorliegen. Und dies wiederum könnte den Zeitplan von RAG-Chef Werner Müller gefährden. Der frühere Bundeswirtschaftsminister will die RAG im Frühjahr 2007 an die Börse bringen. Dafür benötigt Müller die Zustimmung von Bund und Land, die den Bergbau mit Milliardenbeträgen subventionieren.

Einem Börsengang der RAG steht nun auch aus Sicht der Düsseldorf Landesregierung grundsätzlich nichts mehr im Wege. Der erwartete Platzierungserlös von fünf Mrd. Euro für das in den Bereichen Chemie, Energie und Immobilien tätige Konglomerat reicht voraussichtlich, um die Kosten für die Beendigung des Steinkohlenbergbaus in Deutschland zu decken. Zu diesem Ergebnis kommt ein Gutachten der Wirtschaftsprüfer von KPMG im Auftrag der Bundesregierung und der Düsseldorfer Landesregierung.

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