Konzernchef ist bei EU-Genehmigung für Rettungsplan zuversichtlich
Alstom will Rettung allein schaffen

Alstom-Chef Kron hat sich gegen Partnerschaften ausgesprochen: «Die Kunden wollen, dass wir eigenständig im Markt bleiben», sagte der Chef des angeschlagenen Industriekonzerns.

HB BERLIN. Der Vorstandschef des angeschlagenen französischen Industriekonzerns Alstom, Patrick Kron, hat einer möglichen Partnerschaft mit Siemens eine Absage erteilt. «Wir werden es alleine schaffen», sagte Kron der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung». Die Kunden wollten, dass Alstom eigenständig im Markt bleibe. Der Siemens-Konzern hatte mehrfach ein Interesse an Alstom angedeutet.

Zugleich zeigte sich Kron zuversichtlich, dass die EU-Kommission das Rettungspaket für den krisengeschüttelten Konzern im Volumen von 3,2 Milliarden Euro genehmigen wird. In Brüssel war zumindest die erste Fassung des Rettungsplans auf Ablehnung gestoßen, da sich der französische Staat zu 31,5 Prozent am Paket beteiligen sollte. Alstom erfülle die Kriterien für die Zustimmung der EU-Kommission, sagte Kron der Zeitung.

Die Hauptversammlung des Konzerns, die am 18. November zusammentritt, muss den Plänen allerdings noch zustimmen. Um wieder in die Gewinnzone zu kommen, plant Alstom die Streichung von 7000 der rund 110.000 Stellen im Unternehmen. In Deutschland sollen 700 Arbeitsplätze am Standort Mannheim wegfallen. Weitere Einschritte seien nicht geplant, so Kron.

Durch Kostensenkungen, Renditeverbesserungen im Bereich Bahntechnik und durch den Ausbau der Dienstleistungsgeschäfte in der Kraftwerkssparte will der Alstom-Chef das Unternehmen aus der Krise führen. Alstom stellt Eisenbahnen, Kraftwerke und Schiffe her. Das Unternehmen sitzt auf einem Schuldenberg von rund fünf Milliarden Euro.

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