Konzernchef Schulz erwartet „wesentlichen Schub“
Thyssen-Krupp hebt erneut Stahlpreise an

Der zweitgrößte europäische Flachstahlhersteller läutet in dieser Woche die nächste Preisrunde ein. Wie das Handelsblatt aus Unternehmenskreisen erfuhr, wird Thyssen-Krupp die Tagespreise für verschiedene Stahlsorten ab April um 30 bis 40 Euro je Tonne anheben. Auch der Weltmarktführer, Luxemburgs Arcelor, hat höhere Preise für das zweite Quartal angekündigt, Zeitpunkt und Umfang aber offen gelassen.

HB/mjh BOCHUM. Nach der letzten Erhöhung im Januar hat sich das wichtige Produkt Warmbreitband mit 310 Euro pro Tonne gegenüber dem Tief vom März 2002 bereits um mehr als die Hälfte verteuert. Als Begründung für den neuerlichen Nachschlag führt Thyssen-Krupp vor allem um ein Fünftel höhere Kosten für Eisenerz und Kohle sowie drastisch gestiegene Frachtraten an. Die Chancen für eine erfolgreiche Preisrunde stünden gut, weil der Stahlverbrauch steige, so Analysten. Allerdings werde die Luft jetzt dünner.

Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres, das am 30. September 2004 endet, hat sich „das Geschäft unerwartet stark belebt“, sagte Vorstandschef Ekkehard Schulz vor 5 000 Aktionären auf der Hauptversammlung in Bochum. Der Stahl-, Industriegüter- und Dienstleistungskonzern buchte von Oktober bis Dezember Aufträge von 9,6 Mrd. Euro – 600 Mill. Euro oder knapp 7 % mehr als im Vorjahr. „Nach den guten Zahlen von MAN ist dies ein weiterer Hinweis, dass wir die konjunkturelle Wende in der deutschen Industrie gesehen haben“, sagte Analyst Hermann Reith von ING BHF-Bank Research.

Der Vorsteuergewinn von Thyssen-Krupp erhöhte sich nach vorläufiger Rechnung auf über 150 Mill. nach 141 Mill. Euro, der Umsatz stagnierte bei 8,7 Mrd. Euro , in erster Linie eine Folge des schwachen US-Dollars. Die exakten Zahlen für die ersten drei Monate legt der Konzern am 13. Februar vor.

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