Konzernchef winkt nach schwachen Vorjahren ein versöhnlicher Abgang
MAN kommt immer besser in Schwung

Der MAN-Konzern kommt in den letzten Monaten der Amtszeit von Rudolf Rupprecht immer mehr auf Touren. Im Jahresverlauf hat sich der Aktienkurs um gut ein Drittel erhöht. In der vergangenen Woche erhielt die angeschlagene Druckmaschinensparte einen Großauftrag über mehr als 300 Mill. Euro. Zudem haben die Münchener als exklusiver Verhandlungspartner beste Chancen auf einen 1,6 Mrd. Euro schweren Auftrag der britischen Armee über 5 000 Lastwagen.

MÜNCHEN. „Das Geschäft ist auch im September gut gelaufen und wir haben in den ersten neun Monaten weiter ein Plus im Auftragseingang von über 20 Prozent“, sagte der scheidende Vorstandschef dem Handelsblatt. Auch beim Umsatz setze sich der positive Trend des ersten Halbjahres 2004 fort. In den ersten sechs Monaten hatte der Konzern den Umsatz bereits um 13,4 Prozent auf 6,8 Mrd. Euro gesteigert. Die konkreten Quartalszahlen will MAN am 11. November veröffentlichen.

Das wachsende Geschäft schlägt sich auch im Ergebnis nieder. Rupprecht bestätigte die zuletzt genannte Gewinnprognose. „Wir gehen unverändert von mindestens 400 Mill. Euro vor Steuern aus“, sagte Rupprecht. Analysten sind da teilweise optimistischer und rechnen mit 500 Mill. Euro. Im kommenden Jahr soll der Konzern wieder in die Nähe der Ertragsstärke von vor vier Jahren kommen, als die Umsatzrendite fast das Ziel von fünf Prozent erreichte und die Rendite auf das eingesetzte Kapital 15 Prozent übertraf.

„Ich werde meinem Nachfolger einen in sich stabilen Konzern übergeben“, betonte Rupprecht. In seiner Amtszeit hatte er immer wieder Zerschlagungsversuche gegen den Konzern abgewehrt. MAN gilt als verwundbar, da die Synergien der Konzernsparten als gering gelten und die Einzelteile nach Einschätzung von Investmentbankern mehr wert sind als das Konglomerat. Zudem will sich Großaktionär Allianz von seinen Industriebeteiligungen trennen. Die Strategie mit fünf Kernbereichen Nutzfahrzeuge, Druckmaschinen, Dieselmotoren, Turbomaschinen und Industriedienstleistungen und dem damit verbundenen Risikoausgleich werde auch sein Nachfolger Hakan Samuelsson fortsetzen, sagte Rupprecht. Er habe sie ja als Vorstand mitbeschlossen.

Die Arbeit an einigen Baustellen will Rupprecht noch in seiner Amtszeit bis Januar beenden. Insgesamt will der Konzern noch ein Umsatzvolumen von knapp 500 Mill. Euro abstoßen. „An allen Stellen läuft was“, betonte der MAN-Chef. Die Verhandlung zum Verkauf der Schwäbischen Hüttenwerke scheinen wieder in Bewegung zu kommen.

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