Konzerne sind skeptisch
Zweifel ab Belebung der Autokonjunktur

Das große Aussortieren im Automarkt habe bereits stattgefunden. Nun gehe es darum, wie man aufgestellt sei, meint Opel-Vorstandschef Carl-Peter Forster. An der für dieses Jahr erwarteten Belebung der Autokonjunktur und einem baldigen Anspringen der Pkw-Nachfrage haben die großer Autohersteller allerdings deutliche Zweifel.

HB HAMBURG. Während der Verband der Automobilindustrie (VDA) an seiner Prognose eines leichten Anstiegs der Neuzulassungen auf 3,35 Mill. Pkw festhält, rechnen einige Autokonzerne wegen der anhaltenden Konsumflaute inzwischen kaum noch mit nennenswerten Zuwächsen. Als erster Massenhersteller machte dies Opel deutlich. Vorstandschef Carl-Peter Forster sagte auf einem Kommunikationskongress in Hamburg: „Wir hatten eigentlich gehofft, dass 2004 ein Aufschwungjahr wird. Bisher ist von positiven Konsumentengefühlen überhaupt nichts zu spüren, Null, Zero.“

Eine hohe Mitverantwortung für die schwache Pkw-Nachfrage wies Forster dabei der Politik zu. Diese verunsichere die Verbraucher durch immer neue Vorschläge zur Finanzierung der Haushaltslöcher und mit weiteren Belastungen. „Eins ist klar, es wird nicht ein einfaches Jahr - und die Politik trägt dazu bei“, sagte Forster. „Wir werden arg kämpfen müssen, wenn dieses Jahr im Volumen auch nur etwas mehr bringen soll als letztes Jahr.“

Auch die deutsche Ford-Tochter, die große Hoffnungen auf ihr für Herbst angekündigtes Focus-Modell setzt, erwartet keine schnelle Erholung der Pkw-Nachfrage. Der Vorstandschef der Kölner Ford-Werke AG, Bernhard Mattes, hofft zwar auf eine Erholung des Marktes hier zu Lande. „Allerdings wird die Nachfrage nach wie vor durch unsichere politische Rahmenbedingungen und Vorgaben beeinflusst“, sagte er. „Wenn diese dämpfenden Faktoren ausgeräumt werden, wird der stetig steigende Ersatzbedarf für ein Anziehen der Verkäufe sorgen.“

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