Interessant sind Fälle wie Continental
. Conti
hatte Siemens den Autozulieferer VDO jüngst für 11,4 Milliarden Euro abgekauft. Das Geschäft ist nicht nur weitgehend fremdfinanziert, der Kaufpreis schlägt mit dem Zehnfachen des Ebitda (Gewinn vor Steuern und Sondereffekten) alle Rekorde. Die Wahrscheinlichkeit, dass Conti
mit dem Kauf das bislang maßvolle Verhältnis von 36 Prozent zwischen Goodwill und Eigenkapital verschlechtert, ist groß.
Wichtig für die Beurteilung möglicher Risiken ist vor allem diese Relation von Goodwill zum Eigenkapital. Quoten über 100 Prozent bedeuten sehr hohes Risiko, denn bei hohem Abschreibungsbedarf schmilzt das Eigenkapital schnell ab.
Dabei bilden GfK, Fresenius und FMC, Curanum und United Internet derzeit eher noch die Ausnahmen: Sie weisen nach ihren Einkaufstouren eine zum Teil deutlich über 100 liegende Quote auf. Das Gesamtbild alle 124 analysierten Bilanzen ist für den Experten Kautzsch positiv. "In Summe haben die Unternehmen die M&A-Welle gut verkraftet."

