Konzerne zeigen auf Autosalon überwiegend Zuversicht
Autoindustrie wird Zweiklassengesellschaft

Die Automobilbranche zeigt auf der mit 1,5 Millionen Besuchern weltgrößten Automesse „Mondial de l'Automobile“ in Paris ein gespaltenes Bild. Während die Premiumhersteller auf neue Spitzenwerte zurollen, stecken viele Massenhersteller in der Krise.

HB PARIS. Ungeachtet der anhaltend schwachen Nachfrage und hoher Rohstoffpreise demonstrieren die Autokonzerne auf dem Pariser Autosalon zwar überwiegend Zuversicht. Während die meisten Hersteller für das eigene Geschäft Zuwächse ankündigen, fallen die Prognosen für den Gesamtmarkt aber deutlich zurückhaltender aus. Vor allem mit Kostensenkungen wollen die Konzerne dem Konkurrenzdruck und ihren Ertragsprobleme begegnen. Unbeeindruckt von der anhaltenden Flaute zeigen sich die deutschen Premiumanbieter Porsche und BMW.

„Wir werden viel zu tun haben, das Vorjahresniveau zu erreichen“, fasste VW-Vertriebschef Georg Flandorfer die Aussichten für Europas wichtigsten Automarkt Deutschland am Donnerstag zusammen. Angesichts zahlreicher neuer Modelle waren die Autobauer hier zu Lande unisono mit großen Hoffnungen in das Jahr gestartet, diese wurden aber enttäuscht. Inzwischen wären die Hersteller froh, bei den Neuzulassungen überhaupt das Vorjahresniveau von rund 3,25 Mill. Pkw zu erreichen. VW rechnet für die ersten neun Monate immerhin damit, seinen weltweiten Absatz des Vorjahres von 3,71 Mill. Einheiten zu übertreffen. Auch im Gesamtjahr soll bei Europas größtem Autobauer ein Verkaufsplus stehen, während der operative Gewinn vor Sondereffekten auf 1,9 Mrd. € sinken dürfte.

Europas Nummer Vier, die französische Renault, äußerte sich zu den Branchenaussichten ebenso zurückhaltend. „Ich erwarte einen stabilen Markt in Westeuropa 2005“, sagte Konzernchef Louis Schweitzer nur. Das Unternehmen selbst rechnet hingegen, auch getrieben durch den nachgefragten Megan-Van, mit Zuwächsen bei Absatz und Gewinn. Lokalkonkurrent Peugeot, Teil von PSA Peugeot Citroen, sieht für die Branche in Westeuropa für dieses Jahr bestenfalls leichte Zuwächse. Für sich erwarten die Franzosen allerdings einen Rekordgewinn.

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