Konzerngewinn ging im Quartal spürbar zurück
Bayer bei Konzernumbau im Plan

Der vor einer umfassenden Neuaufstellung stehende Chemie- und Pharmakonzern Bayer hat im ersten Quartal bei minimal höherem Umsatz seinen bereinigten operativen Gewinn knapp unter Vorjahresniveau halten können. Bei ihrem Konzernumbau sind die Leverkusener nach eigenen Angaben weiterhin im Plan.

HB LEVERKUSEN. Nach bereits starken Ergebnissen der Wettbewerber wie BASF weisen auch die Bayer-Zahlen auf eine Erholung im Chemiesektor hin. Allerdings macht Experten der derzeit hohe Ölpreis Sorgen. Trotz der nach Analysteneinschätzungen soliden Zahlen büßte die Bayer-Aktie im Vormittagshandel deutlich ein.

Das um Sondereinflüsse - wie Restrukturierungen - bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) habe 827 Mill. ? betragen nach 841 Mill. ? ein Jahr zuvor, teilte Bayer am Montag mit. Vor allem die Geschäfte mit hochwertigen Materialien (MaterialScience) und auch die entstehende neue Chemiegesellschaft Lanxess hätten Ergebnisverbesserungen erzielt. Bayer bekräftigte zugleich frühere Prognosen, wonach 2004 das bereinigte Ebit und das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) jeweils voraussichtlich mehr als zehn Prozent zulegen werden. Die Leverkusener hatten bereits vorläufige Umsatz- und Ergebniszahlen zum Auftaktquartal veröffentlicht.

"Die Performance im 1. Quartal 2004 bestätigt, dass Bayer auf Kurs ist", teilte Bayer mit. Risiken seien aber die schwankungsreichen Rohstoffpreise. Vielen Unternehmen der Branche macht derzeit der weiterhin hohe Rohölpreis von fast 37 Dollar je Barrel (159 Liter) zu schaffen. Rohöl ist der wichtigste Rohstoff der Chemiebranche.

"Der anhaltend hohe Ölpreis könnte eine wirkliche Bedrohung für die Erholung im Sektor darstellen", kommentierte WestLB-Analyst Andreas Theisen. Investoren würden die Bayer-Zahlen als eine Gelegenheit sehen, Gewinne mitzunehmen, nachdem der Kurs nach den vorläufigen Zahlen gestiegen sei. Die Bayer-Aktie büßte in einem schwachen Gesamtmarkt 4,4 % auf 20,80 ? ein.

Der Konzernumsatz lag im Auftaktquartal mit 7,362 Mrd. ? geringfügig über dem Vorjahreswert von 7,356 Mrd. ?. Unter dem Strich ging allerdings der Konzerngewinn deutlich auf 400 Mill. ? von zuvor 586 Mill. ? um fast ein Drittel zurück.

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