Konzernoffensive: VW baut Autos für Wachstumsmärkte

Konzernoffensive
VW baut Autos für Wachstumsmärkte

Der Volkswagen-Konzern will auf den Wachstumsmärkten weiter angreifen - und dafür nun eigens neue Modelle bauen. Skoda und Seat sollen dabei mit einer kleinen Limousine in die Offensive gehen.
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DüsseldorfVolkswagen weitet seine Pläne für ein global ausgerichtetes Autokonzept aus. So wird nicht nur kommendes Jahr die tschechische VW-Tochter Skoda ein sogenanntes Global Compact Car in Limousinen-Form anbieten, sondern später auch die spanische Schwestermarke Seat einen Ableger auf den Markt bringen, erfuhr das Handelsblatt aus Konzernkreisen.

Die beiden chinesischen Joint-Ventures von Volkswagen mit den lokalen Unternehmen SAIC und FAW sollen ebenfalls davon abgeleitete Modelle mit fünf Sitzen bauen. Den VW-Managern schwebt ein Weltauto-Konzept vor, das Branchenführer Toyota aus Japan Kunden abjagen und Angreifer Hyundai aus Korea auf Abstand halten soll.

Besonders in China und Indien wächst der Bedarf nach bezahlbarer Mobilität. Der weltweite Einsatz einer technischen Basis sichert dem Autobauer hohe Stückzahlen. Die Modelle sollen dem Vernehmen nach nicht wesentlich mehr als 10 000 Euro kosten und Volkswagen dem Ziel näher bringen, den Absatz von zuletzt 7,2 Millionen Autos pro Jahr bis 2018 auf mehr als zehn Millionen zu steigern.

Die VW-Strategen haben dabei die Rendite im Blick: Eine intensivere Nutzung vorhandener Technik steigert die Profitabilität. Weil Innovationen wie die Mehrlenkerachse des aktuellen Golf der sechsten Generation für Kunden in den Schwellenländern keine Rolle spielen, entstehen die neuen Modelle Konzernkreisen zufolge auf der verlängerten Basis des Golf IV. 

Vorbild für das Vorgehen ist der VW Lavida, eine Limousine, die mit viel Platz und Chrom eigens auf den chinesischen Geschmack ausgelegt ist. Seit 2008 produziert VW das Auto im Joint-Venture mit Partner SAIC in Shanghai. Das Modell, erhältlich ab 13 000 Euro, verkauft sich prächtig. Vergangenes Jahr setzte VW 240 000 Lavida in China ab.

Besonders erfreulich für den Konzern: Die Rendite fällt höher aus als bei anderen Modellen. Das Auto baut auf der technischen bewährten Basis der vierten Generation des Dauerbrenners Golf auf, intern PQ34 genannt, und nutzt Komponenten aus dem Konzernregal. Den Erfolg will VW nun weltweit wiederholen.

Mark C. Schneider
Mark C. Schneider
Handelsblatt / Redakteur

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  • das hat auch den Vorteil, das die Partner aus den Schwellenländern nicht die neuste Technologie kopieren können. Das ganze sollte weiter ausgebaut werden. In den Kooperationen nur noch die verchromten Alttechnik-Modelle und in wirklicher Eigenregie die neusten Modelle.

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