Konzernstrategie
BMW denkt über eine vierte Marke nach

Eine neue, trendige Marke für umweltfreundliche Stadtautos: das ist das Ziel des bayerischen Konzerns. Vorstandschef Norbert Reithöfer hat dafür jetzt eine eigene Strategieabteilung im Unternehmen eingerichtet. Bei der Namenswahl hat BMW eine Menge Möglichkeiten.

GENF. BMW-Chef Norbert Reithofer treibt die Planspiele für den Aufbau einer vierten Marke voran. Der Konzern hat einen Bereich im Unternehmen eingerichtet, der sich mit der strategischen Frage zur Zukunft der Mobilität beschäftigt. Das sagte Reithofer dem Handelsblatt am Rande des Genfer Autosalons.

Eine Entscheidung über eine zusätzliche Marke werde der Konzern indes erst nach 2010 treffen. "Wir haben über eine vierte Marke noch nicht entschieden. Aber es könnte auch eine neue Submarke sein", sagte Reithofer. "Wir haben schließlich mit M oder John Cooper solche Marken unter unserem Dach, die wir dafür nutzen könnten." Reithofer hatte Ende September erstmals angedeutet, dass der Konzern neben BMW, Mini und Rolls Royce eine vierte Marke aufbauen könnte. Als Übernahmekandidat geprüfte andere Autobauer hätten nicht den Anforderungen entsprochen.

Ziel ist eine neue, trendige Automarke für umweltfreundliche Stadtautos. Reithofer hat das Thema Klimaschutz als eines der strategischen Kernfelder ausgemacht, das über die Zukunft der Autoindustrie mit entscheiden wird. Der Vorstandschef will sich mit dem Konzern auf völlig neues Terrain begeben. Neben Überlegungen für ein motorisiertes Dreirad - halb Auto, halb Motorrad - gibt es in den Entwicklungslabors auch Pläne für ein Elektrofahrzeug, das BMW auf dem US-Markt brauchen wird. "Wenn wir weiter so wachsen, dann sind wir etwa im Jahr 2012 in den USA ein so genannter Large Vehicle Manufacturer", sagte Reithofer. "Und dann bräuchten wir dort ein Fahrzeug mit Null Emissionen." Er schloss aus, dass dies unter dem Namen BMW geschehen werde. Die neuen Stadtautos könnten den Kern einer vierten Konzern-Marke bilden.

Die Bayern wollen sich für die Entscheidung Zeit lassen. Zunächst müssten die technischen Konzepte erstellt werden. Danach werde BMW dann entscheiden, ob die Modelle die bisherigen Marken verwässern würden und deshalb ein neues Label aufgebaut werden müsse

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