Konzernumbau
BASF streicht weitere Stellen

Im Zuge der Restrukturierung seiner Performance Products-Sparte kündigte der Chemieriese BASF die Streichung von weiteren 120 Stellen bis Mitte 2015 an. Insgesamt ist die Streichung von über 2000 Stellen geplant.
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FrankfurtMit immer neuen Sparschritten trimmt der weltgrößte Chemiekonzern BASF seine Konzernsparte Performance Products auf Rendite. Im Geschäft mit Wasch- und Reinigungsmittel-Chemikalien werde das Unternehmen seine Geschäfte umbauen und weltweit 120 Stellen bis Mitte 2015 streichen, kündigte BASF am Donnerstag an.

Der Dax-Konzern ist schon seit rund 19 Monaten dabei, sein Segment Performance Products neu auszurichten. Er hatte in der Sparte 2013 unter fallenden Preisen und dem starken Euro gelitten. Der bereinigte Betriebsgewinn (Ebit) sank um vier Prozent auf 1,4 Milliarden Euro.

Die Ludwigshafener haben in ihrer Sparte Performance Products eine Vielzahl unterschiedlicher Geschäfte zusammengepackt. Substanzen für die Lebens- und Futtermittelbranche zählen ebenso dazu wie Chemikalien für Wasch- und Reinigungsmittel. Dazu kommen Inhaltsstoffe für Kosmetik, Pigmente, Aromen und Duftstoffe sowie Chemikalien zur Wasserbehandlung, Substanzen für den Bergbau und Papierchemikalien. Der Chemieriese hatte bereits in mehreren Schritten Anlagen geschlossen, Stellen gestrichen und Geschäftsteile abgegeben.

Die gesamte Restrukturierung des Konzern-Segments soll sich ab 2017 mit etwa 500 Millionen Euro positiv auf das Ergebnis auswirken. Die Einmalkosten für die Sparschritte hatte Finanzchef Hans-Ulrich Engel im Mai auf einer Telefonkonferenz mit Analysten auf 250 bis 300 Millionen Euro taxiert. Insgesamt sollen mehr als 2000 Stellen gestrichen werden. Ungeachtet des Umbaus will BASF weiter in neue Geschäft mit Substanzen für die Wasch- und Reinigungsmittelbranche investieren. Dazu zählen unter anderem Enzyme. In einzelnen Untersparten würden zudem die Produktionskapazitäten ausgebaut - etwa bei Substanzen, die Phosphate im Geschirrspülmittel ersetzen können.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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