Konzernumbau
Demag Cranes hat ehrgeizige Ziele

Der kürzlich abgeschlossene Konzernumbau beim traditionsreichen Kranhersteller Demag Cranes zeigt offenbar Wirkung: Das Unternehmen umwirbt die Anleger bei seinem geplanten Börsengang mit hohen Wachstumsraten. Eine angemessene Beurteilung ist jedoch schwierig.

juf DÜSSELDORF / FRANKFURT. Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2005/06 (zum 30. September) steigerte das Unternehmen den Umsatz um 19 Prozent auf 465 Mill. Euro und das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) um 64 Prozent auf 30,9 Mill. Euro. „Wir sind in einem extrem spannenden Markt tätig – und haben in allen Bereichen Wachstum zu verzeichnen“, sagte Vorstandschef Harald Joos am gestrigen Dienstag bei der Präsentation der Pläne. Das Unternehmen will noch im ersten Halbjahr an die Frankfurter Börse. Konsortialführer sind die Investmentbanken Lehman Brothers und Goldman Sachs.

Der Umbau der vergangenen Jahre zeigt offenbar Wirkung. Das Traditionsunternehmen hat eine bewegte Geschichte hinter sich. 2000 war es im Zuge der Mannesmann-Zerschlagung zunächst an Siemens gegangen. 2002 übernahm die Beteiligungsgesellschaft Kohlberg Kravis Roberts (KKR) 81 Prozent der Anteile, den Rest behielt Siemens.

Damals setzten Überkapazitäten und ein harter Preiskampf im Kerngeschäft, der Produktion von Industriekränen, der Branche zu. Demag teilt sich mit der finnischen Kone 25 Prozent des Marktes.

Der neue Mehrheitseigentümer verordnete Demag ein drastisches Sparprogramm, senkte die Produktionskosten und beschränkte die Produktpalette auf die Kernbereiche. Rund 1 700 Mitarbeiter wurden abgebaut – durch Verkäufe und Umstrukturierungen. Noch 2003/04 schrieb Demag Cranes in der Sparte, die fast die Hälfte des Umsatzes beisteuert, rote Zahlen. Inzwischen wurde zwar der Turn-around geschafft, verglichen mit den anderen Sparten fällt das Ebit von 1,3 Mill. Euro aber gering aus.

Die zwei anderen Standbeine von Demag sind die Herstellung von Kränen für Hafenanlagen und das Servicegeschäft. In der Hafentechnologie kommt die Tochter Gottwald auf einen Marktanteil von 44 Prozent. Vorstandschef Joos bezeichnet die Sparte als „Wachstumsmotor“, weist auf die hohen Zuwachsraten im internationalen Containerverkehr von durchschnittlich über neun Prozent hin.

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