Konzernumbau ermöglicht schnellere Nutzung von Verlustvorträgen
Stahlhersteller Salzgitter entdeckt Steuersparmodell

Der Stahl- und Röhrenhersteller Salzgitter will mit einer neuen Konzernstruktur steuerliche Nachteile in dreistelliger Millionenhöhe verhindern.

mjh DÜSSELDORF. Der niedersächsische Stahl- und Röhrenhersteller Salzgitter beabsichtigt, angesichts des Rekordergebnisses in diesem Jahr und mittelfristig guter Geschäftsaussichten mit einem Konzernumbau massiv Steuern zu sparen. Um die Verlustvorträge der Tochter Mannesmannröhren-Werke (MRW) im Gesamtkonzern zu nutzen, will Salzgitter alle wesentlichen Konzerngesellschaften unter dem Dach der bisherigen MRW in einem steuerlichen Organkreis zusammenführen.

Seit Wochen steht Salzgitter im Zentrum von Übernahmespekulationen. Das Unternehmen fühlt sich aber durch die Sperrminorität des Landes Niedersachsen gut geschützt. „Mit der neuen Struktur kann Salzgitter die Verlustvorträge schneller nutzen und damit das Eigenkapital zusätzlich stärken“, sagt Hermann Reith von der BHF-Bank. Die Analysten der Hypo-Vereinsbank errechneten, dass die Steuerquote von Salzgitter 2005 auf 15 Prozent sinken und der Nettogewinn in diesem und in den nächsten Jahren kräftig wachsen wird. Sie erhöhten das Kursziel für die Aktie von 40 auf 45 Euro. Aktuell kostet das Stahlpapier 38 Euro.

Salzgitter wird 2005 und in den folgenden Jahren „voraussichtlich 130 bis 150 Millionen Euro weniger Steuern zahlen“, sagte ein Firmensprecher. Zudem sei mit der neuen Struktur ein uneingeschränktes zentrales Finanzmanagement möglich. Eine außerordentliche Hauptversammlung am 17. November soll die Änderungen beschließen, damit sie noch in diesem Geschäftsjahr wirksam werden.

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