Konzernumbau hinterlässt Spuren
Jenoptik mit roten Zahlen

Der Konzernumbau von Jenoptik zur Schuldensenkung hat Spuren in der Geschäftsbilanz 2007 hinterlassen. Trotz eines Umsatzanstiegs von 7,5 Prozent auf 521,7 Mill. Euro rutschte der Jenaer Technologiekonzern in die roten Zahlen.

HB JENA. Nach Steuern wies das Unternehmen, das sich durch Verkäufe auf sein Geschäft mit Optik, Lasern, Sensoren und Wehrtechnik beschränkt hat, einen Verlust von 4,6 Mill. Euro aus. 2006 war noch ein Gewinn von 16,1 Mill. Euro verbucht worden.

Vorstandschef Michael Mertin begründete den Gewinneinbruch am Freitag in Jena mit Sonderaufwendungen von knapp zehn Mill. Euro für die vorfristige Rückzahlung einer Hochzinsanleihe sowie mit Effekten aus der Unternehmensteuerreform. Mit 35,3 Mill. Euro lag der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) im oberen Bereich der im Sommer gesenkten Prognose, aber drei Mill. Euro unter dem Wert von 2006. Mertin kündigte für 2008 die Rückkehr in die Gewinnzone als Ergebnis der Neuausrichtung an.

"2008 wird das Jahr, in dem wir zeigen, dass wir als reinrassiges Technologie-Unternehmen profitabel arbeiten können", sagte Mertin, der Jenoptik seit Juli 2007 leitet. Im laufenden Geschäftsjahr erwartet er einen Umsatzanstieg auf mehr als 550 Mill. Euro. Das Konzernbetriebsergebnis (EBIT) soll 37 bis 40 Mill. Euro erreichen und durch geringere Zinszahlungen zu einem Gewinn führen. Deutliche ertragsteigernde Effekte aus der Schrumpfkur der vergangenen Jahre würden jedoch erst 2009 erwartet. Die Aktie notierte am Freitagmittag mit 4,26 Euro etwa 5,7 Prozent im Plus.

Langfristig will der Jenoptik -Vorstand wieder eine Umsatzgröße von einer Milliarde Euro bei jährlichen Wachstumsraten von zehn Prozent erreichen. Der neue Mehrheitsaktionär, die österreichische Beteiligungsgesellschaft ECE GmbH, trage die Wachstumsstrategie mit. ECE hatte das Aktienpaket des Landes Thüringen im Spätherbst übernommen und inzwischen auf 25 Prozent aufgestockt.

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