Konzernumbau nahezu abgeschlossen
Eon-Geschäft steht unter Strom

Eon sieht sich auf gutem Wege, das weltweit führende Strom- und Gasunternehmen zu werden. Deutschlands größter Energiekonzern hat dabei auch im ersten Halbjahr von steigenden Energiepreisen profitiert. Die Gewinnerwartungen der Analysten konnte das Unternehmen aber nicht ganz erfüllen.

HB DÜSSELDORF. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) werde im Gesamtjahr leicht über dem Rekordwert des Vorjahres liegen, sagte Konzernchef Wulf Bernotat am Mittwoch auf einer Telefonkonferenz im Anschluss an die Veröffentlichung des Zwischenberichts. Unter dem Strich werde dank der Buchgewinne aus dem Verkauf von Beteiligungen sogar deutlich mehr herauskommen. Eon fließen durch den Verkauf der Messtechniktochter Ruhrgas Industries und des Immobilienunternehmens Viterra im zweiten Halbjahr Buchgewinne von rund drei Mrd. € zu.

Nach der Trennung von diesen beiden Unternehmen sei Eon ein „nahezu lupenreiner Strom- und Gaskonzern“ geworden, sagte Bernotat. Auf der Verkaufsliste steht noch die Restbeteiligung am Chemiekonzern Degussa. Diesen Verkauf will Eon frühestens im nächsten Jahr angehen. Nach einer Konsolidierungsphase schließt Eon mittlerweile Wachstumssprünge durch größere Übernahmen nicht mehr aus.

Im Halbjahr lag der Überschuss mit 3,026 (2,815) Mrd. € schon leicht über dem Vorjahreswert. Das Ebit betrug 4,297 Mrd. € nach 4,022 Mrd. € im Vorjahr. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt ein Ebit von 4,36 Mrd. € prognostiziert. Den Halbjahresumsatz bezifferte Eon auf 28,41 Mrd. €, eine Steigerung um 16 %.

Die Börse honorierte die Zahlen mit steigenden Kursen. Am Nachmittag notierten Eon-Aktien im Deutschen Aktienindex (Dax) bei 77,31 € um 1,7 % höher.

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