Konzernumbau reißt Vattenfall in die roten Zahlen
Vattenfall will 2004 wieder Gewinne schreiben

Aufgrund der hohen Kosten für den im letzten Jahr vollzogenen Konzernumbau ist Vattenfall Europe in die Verlustzone geraten. Der Konzernvorstand ist jedoch positiv gestimmt, dass das Unternehmen im nächsten Jahr die Gewinnzone wieder erreichen kann. Die Aktionäre sollen trotz der Millionenverluste eine Dividende von 0,37 Euro pro Aktie erhalten. Auch an Zukäufen auf dem deutschen Markt zeigte sich der Vorstand weiterhin interessiert.

HB BERLIN. Vattenfall Europe will nach Verlust 2003 rasch wieder in Gewinnzone Der große deutsche Stromanbieter Vattenfall Europe will nach dem Sturz in die roten Zahlen wegen erheblicher Kosten für den Konzernumbau in diesem Jahr wieder in die Gewinnzone. Die Aufwendungen für die Zusammenführung der Unternehmensteile gingen deutlich zurück, sagte Vorstandschef Klaus Rauscher am Mittwoch in Berlin.

Für 2003 hatte die Tochter des staatlichen schwedischen Energiekonzerns Vattenfall ein Minus von 139 Mill. ausgewiesen. Im Jahr zuvor hatte das Unternehmen einen Überschuss von 191 Mill.. An Zukäufen auf dem deutschen Markt ist der Vorstand weiter interessiert.

Die Integration des Konzerns habe im ersten vollen Geschäftsjahr Fortschritte gemacht, sagte Rauscher. Vattenfall Europe war aus der Fusion der Stromversorger HEW, Bewag und Veag sowie des Braunkohle- Förderers Laubag entstanden. Das Ergebnis im eigentlichen Geschäft wurde aber durch Restrukturierungskosten etwa für Personalabbau oder Computersysteme ins Minus gedrückt. Dennoch sollen die Aktionäre für 2003 erneut eine Dividende von 0,37 Euro je Aktie erhalten. Dafür müssen allerdings die Rücklagen angetastet werden.

Der Konzernumsatz ging von 8,9 Mrd. auf 8,5 Mrd. Euro zurück. Im laufenden Jahr solle die Dividendenfähigkeit wieder aus dem eigentlichen Geschäft erreicht werden, sagte Rauscher. Nähere Angaben zum in Aussicht gestellten „positiven Ergebnis“ 2004 machte er nicht. Im ersten Quartal, das im Jahresverlauf wie das vierte traditionell ertragsstark ist, stieg der Gewinn unter dem Strich auf 175 Mill. Euro. Im Vorjahr lag der Gewinn zur gleichen Zeit bei 164 Mill. Euro. Die Strompreise für die Kunden sollen in diesem Jahr stabil bleiben.

Zukäufe etwa auf dem Wärmemarkt seien ein Thema, sagte Rauscher. Die Fernwärme-Einheit des Konzerns stehe vor dem Abschluss einer größeren Akquisition. Auch die EU-Osterweiterung biete Chancen. Hoffnungen setzt der Konzern in Forschungen für ein Braunkohle- Kraftwerk, das ohne den Ausstoß klimaschädlichen Kohlendioxids auskommen soll. Eine Pilot-Anlage in der Lausitz ist voraussichtlich für 2008 vorgesehen.

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