Konzernumbau
Siemens konzentriert sich aufs Kerngeschäft

Nächste Runde im großen Siemens-Umbau: Der Konzern erweitert mit einem Zukauf für 2,2 Milliarden Euro seinen Bereich Bahntechnik. Nach der Solarsparte soll nun auch ein weiterer Bereich aufgegeben werden.
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MünchenDie Umstrukturierung bei Siemens geht weiter: Nachdem der Münchner Konzern vergangenen Monat seinen Ausstieg aus der Solarenergie bekannt gab, ist nun klar, wo die Zukunft hingeht. Siemens verstärkt seine Bahntechnik mit dem Zukauf der Bahntechniksparte des britischen Technologiekonzerns Invensys.

Invensys Rail erwirtschaftete laut Siemens in seinem im März 2012 zu Ende gegangenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 775 Millionen Britischen Pfund (etwa 963 Millionen Euro). Die Sparte erzielte zudem ein operatives Ergebnis vor Zinsen und Steuern von 116 Millionen Britischen Pfund, was einer Marge von 15 Prozent entspricht.

Gleichzeitig sucht Siemens einen Käufer für das Geschäft mit Gepäckabfertigung, Brief- und Paketsortierung. Laut eigenen Angaben ist der Konzern derzeit einer der führenden Anbieter von Postautomatisierungs-, Paket- und Gepäckabfertigungssystemen. Allerdings gebe es aufgrund des hohen Mechanikanteils nur wenige Synergien mit anderen Siemens-Divisionen, hieß es in einer Mitteilung. Es sei ein hoch spezialisiertes Nischengeschäft, in dem vornehmlich mittelständische Unternehmen tätig sind. In dem Bereich sind etwa 3600 Mitarbeiter beschäftigt.

Im Bereich Bahntechnik fühlt sich Siemens nun für die nächste Zeit gerüstet. "Wir planen keine weiteren Deals im Bereich Bahnautomatisierung", sagte der Chef des Siemens-Bereichs Infrastructure and Cities, Roland Busch, am Donnerstag in einer Telefonkonferenz.

Siemens erhofft sich mit dem Zukauf von Invensys Synergiepotenziale von mehr als 100 Millionen Euro, die bis 2018 vollständig realisiert sein sollen.

Für das kommende Geschäftsjahr 2013/2014 sind die Münchner optimistisch. Im Vergleich zum seit Oktober laufenden Geschäftsjahr 2012/2013 werde sich der Gewinn aus fortgeführten Geschäften stark verbessern, hieß es am Mittwochabend in einem Bericht des Konzerns an die US-Börsenaufsicht SEC. Der Umsatz dürfte moderat zulegen, wenn sich die Lage in den Märkten des Unternehmens wie erwartet aufhelle. Für das aktuelle Geschäftsjahr rechnet Siemens mit einem Gewinn aus fortgeführten Geschäften zwischen 4,5 und 5,0 Milliarden Euro. Darin enthalten sind Kosten von einer Milliarde Euro für das Sparprogramm.

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Gehaltseinbußen für Siemens-Chef Löscher

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  • Siemens konzentriert sich aufs Kerngeschäft!!!!
    Preisfrage, was ist aber das Kerngeschäfz von Siemens? Ganz einfach, überteuert Firmen kaufen, Firmenteile mit hohen Verlusten betreiben und verkaufen und Mitarbeiter entlassen. Dass ist die Kernkometenz.

  • tja, Löscher ist ein miserabler Vorstand und Portofoliomanager, setzt aber das Werk seiner Vorgänger excellent fort, Siemens geht gut gesteuert den Bach runter
    in ein paar Jahren ist Siemens Geschichte, wegen überteuerter Me-too Produkte und fehlender Innovationsfähigkeit
    Pech für Löscher, dass er die durchschnittlichen Produkte nicht mehr im früheren Umfang mittels Bestechung loswerden kann

  • Aufs Kerngeschäft konzentrieren ist eine alte Management-Platitüde........
    Seit einigen Jahren geht es bergab mit Siemens. Ist der Vorstand überhaupt kompetent? Hier die Vita des Vorstandes:

    1986–1987: Kienbaum & Partner Unternehmensberatung (Senior Management Consultant)
    1987–1999: Hoechst AG (Abteilungsleiter)
    1999–2002: Aventis Pharma (Hauptabteilungsleiter)
    2002–2004: Amersham plc (Geschäftsführer der US-Sparte)
    2004–2006: General Electric Healthcare (Mitglied des Zentralvorstandes von General Electric Healthcare)
    2006–2007: Merck & Co. (Marketingvorstand)
    seit 1. Juli 2007: Siemens AG (Vorstandsvorsitzender)

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