Konzernumbau
Siemens-Sparte mit 7000 Mitarbeitern auf dem Prüfstand

Der Industriekonzern Siemens baut auch Anlagen für die Stahlindustrie, eine Branche die zuletzt heftig unter einem Preisverfall gelitten hat. Siemens prüft offenbar, eine Tochter aus dem Segement abzustoßen.
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MünchenSiemens erwägt den Verkauf der Sparte VAI Metals Technologies, einem Anlagenbauer für die Stahlindustrie. Das hat Bloomberg News von drei Personen erfahren, die mit den Vorgängen vertraut sind. Vorstandschef Joe Kaeser stellt derzeit Geschäftsbereiche des Industriekonzerns auf den Prüfstand.

Die Sparte beschäftigt rund 7000 Mitarbeiter, hat ihren Sitz im österreichischen Linz und wurde 2005 erworben. Laut einer Schätzung von Gael de Bray, Analyst bei Société Générale, könnte der Bereich mit 800 Millionen Euro bewertet werden. Siemens selbst veröffentlicht keine Extra-Geschäftsdaten für VAI.

Die Sparte wird von Siemens nichts als Kerngeschäft eingestuft, wie zwei informierte Personen berichteten. Eine Entscheidung zu einem möglichen Verkauf könnte den Angaben zufolge in der ersten Jahreshälfte 2014 fallen. In Industriekreisen wird allerdings eher nicht mit einem raschen Verkauf gerechnet. Vorstandschef Kaeser hatte klar gestellt, dass er schwächelnde Geschäfte auch einmal selbst in Ordnung bringen will, statt sie wie in der Vergangenheit am Tiefpunkt zu verkaufen. Bei VAI hatte Siemens erst vor kurzem ein neues Management installiert.

Der frühere Finanzchef Kaeser wurde Vorstandsvorsitzender, nachdem sein Vorgänger Peter Löscher innerhalb von sechs Jahren im Amt fünf Mal die Gewinnziele senken musste. Siemens hat bereits einige Geschäftsbereiche für einen Verkauf vorgesehen. Vergangenen Monat entschied sich der Konzern dazu, Teile seiner Wassertechnik-Sparte an AEA Investors für 640 Millionen Euro zu veräußern.


Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur
Axel Höpner
Axel Höpner
Handelsblatt / Büroleiter München

Kommentare zu " Konzernumbau: Siemens-Sparte mit 7000 Mitarbeitern auf dem Prüfstand"

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  • Zitat : Siemens-Sparte mit 7000 Mitarbeitern vor Verkauf

    - der Erbsenzähler Jo Käser kann nichts anderes, als Kaufen und Verkaufen.

    Good bye, Technologiekonzern !

  • Wieder eine Erfolgsstory vom deutschen Management. Wieso können unsere manager nur noch Personla entlassen, keine Qualität mehr liefern und nur nur ihre eigenen Einkommen explodieren lassen??

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