Konzernumbau weitgehend abgeschlossen
MG Technologies will Maschinenbau stärken

Der Technologiekonzern MG Technologies will seine Sparte Maschinenbau stärken und Zukäufe tätigen. Das Unternehmen hat für angedachte Akquisitionen nach der Trennung von der Chemie-Tochter Dynamit Nobel rund eine Milliarde Euro in der Kriegskasse. Im ersten Quartal musste das Unternehmen vor allem auf Grund von Währungs- und Sondereffekten jedoch einen Gewinneinbruch hinnehmen, teilte der Vorstand am Mittwoch in Frankfurt mit.

HB FRANKFURT. Im ersten Quartal des Jahres musste das Unternehmen einen Gewinneinbruch von gut 20 % verkraften und begründete dies mit negativen Währungseffekten sowie den Transaktionskosten für den Verkauf der Chemietochter Dynamit Nobel. Ohne die Chemie schrumpft der Konzern nun auf etwa die Hälfte seines bisherigen Umsatzes und rechnet nach dem vergangenen Verlustjahr für 2004 mit einem Gewinn in „mittlerer zweistelliger Millionenhöhe“. Die im Nebenwerteindex MDax notierte mg-Aktie gab zeitweise mehr als sieben Prozent nach. Nach Steuern habe Dynamit Nobel zwischen 300 und 400 Mill. € eingenommen, gab das mg-Management bekannt. Insgesamt prüfe der Vorstand derzeit ein potenzielles Akquisitionsvolumen von rund drei Mrd. €. Im Auge habe man dabei vor allem die Stärkung der Maschinenbautochter Gea. Der schrittweise Verkauf von Dynamit Nobel brachte der einstigen Frankfurter Metallgesellschaft Gesamteinnahmen von 2,68 Mrd. €, von denen aber ein Teil für den Schuldenabbau verwendet werden soll.

Im ersten Quartal blieb der Konzerngewinn vor Steuern mit 28,8 Mill. € um 7,7 Mill. hinter dem Vergleichsquartal des Vorjahres zurück. Im Großanlagenbau hat die mg den Angaben zufolge die Kehrtwende in die Gewinnzone wegen Auftragsproblemen bei der Tochter Lurgi noch immer nicht geschafft. Lurgi leide angesichts nur weniger Aufträge unter mangelnder Kapazitätsauslastung und werde deshalb den Turnaround erst zum Jahresende schaffen. Der Tochter Lurgi Lentjes sei dagegen schneller als erwartet die Wende gelungen. Sie konnte den Vorjahresverlust von 8,2 Mill. € in einen minimalen Gewinn von 0,1 Mill. € wandeln. Hoffnung für die Zukunft des Großanlagenbaus insgesamt mache allerdings ein Sprung im Auftragseingang um mehr als 160 %, hieß es. Zudem habe sich die Ergebnisqualität bei den Aufträgen deutlich verbessert.

Positiv habe sich der bei Gea angesiedelte Spezialmaschienenbau entwickelt. Der Rückgang des Vorsteuergewinns um sieben Mill. € auf 23,4 Mill. € sei vor allem währungsbedingt gewesen. Eine Schwachstelle sei bei der Bochumer Tochter Gea aber das Geschäft mit der Landtechnik.

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