Konzernumbau-Zustimmung nur ohne Kündigungen Thyssen-Krupp-Arbeitnehmer machen Druck

Die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat von Thyssen-Krupp machen eine Zustimmung zum Konzernumbau von einem Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen abhängig.
Stahlarbeiter und ihre Angehörigen protestieren am vergangenen Donnerstag vor dem Thyssen-Krupp-Stahlwerk in Duisburg. Nun stellen Arbeitnehmervertreter Bedingungen für eine Zustimmung zum Konzernumbau. Quelle: dpa

Stahlarbeiter und ihre Angehörigen protestieren am vergangenen Donnerstag vor dem Thyssen-Krupp-Stahlwerk in Duisburg. Nun stellen Arbeitnehmervertreter Bedingungen für eine Zustimmung zum Konzernumbau.

(Foto: dpa)

HB DUISBURG. Zudem müssten Mitbestimmung und Tarifbindung gesichert werden, sagte der Konzernbetriebsratsvorsitzende Thomas Schlenz am Mittwoch in Duisburg. "Diese Punkte haben die gleiche Priorität", ergänzte der Betriebsratsvorsitzende von ThyssenKrupp Steel, Wilhelm Segerath.

Schlenz und Segerath sitzen in dem Kontrollgremium, das am Freitag über die Umbaupläne beraten soll. Sie äußerten sich anlässlich einer Konzernbetriebsrätekonferenz in Duisburg. Thyssen-Krupp-Vorstandschef Ekkehard Schulz will die bislang fünf Sparten zu zwei zusammenlegen und weitere Stellen streichen.

Schulz sprach am Mittwoch vor den Betriebsräten, machte dabei aber nach Worten von Schlenz erneut keine Angaben zur Höhe des zusätzlich geplanten Stellenabbaus. In Medienberichten war von 3000 Stellen die Rede gewesen. "Immer noch können wir die Zahl von 3000 Stellen weder bestätigen noch dementieren", sagte Schlenz. Auf mündliche Zusagen wollen sich die Arbeitnehmervertreter auf jeden Fall nicht verlassen. "Herr Schulz hat gesagt, dass sie alles Menschenmögliche tun, um betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden", berichtete Schlenz. "Da hätten wir gerne eine verbindliche Regelung, die auch auf einem Papier steht."

Die Vereinbarung müsse vor der Abstimmung am Freitag über dem Konzernumbau unter Dach und Fach sein, sagte auch der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Bertin Eichler. "Es wäre für beide Seiten nicht gut, wenn es bei der Aufsichtsratssitzung zu einem Eklat kommt."

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