Konzessionsvertrag für Flughafen in Tirana unterzeichnet
Hochtief hat Interesse an weiteren Flughafen-Beteiligungen

Trotz eines gelungenen Turnarounds und anhaltend schwarzen Zahlen im Inland sieht die Hochtief AG die Situation auf dem deutschen Baumarkt weiterhin als wenig zufriedenstellend an.

HB BERLIN. Der Markt in Deutschland sei "deprimierend", sagte der Finanzvorstand des Essener Baukonzerns, Hans-Georg Vater, am Montag in Berlin. Für Hochtief machten sich jetzt allerdings die weitgehend abgeschlossenen Restrukturierungen der vergangenen Jahre bezahlt. In den ersten neun Monaten 2004 verbuchte der Konzern ein betriebliches Ergebnis in Deutschland und Europa von knapp 12 Mill. Euro nach einem operativen Verlust von 8 Mill. Euro im Vorjahr.

Der Vorstandsvorsitzende von Hochtief, Hans-Peter Keitel, verwies darauf, dass der deutsche Markt weiterhin geprägt sei von rückläufigen Investitionen der öffentlichen Hand, immer neuen Verzögerungen bei den geplanten Projekten im Zuge einer Public-Private-Partnership (PPP) im Autobahn- und Fernstraßenbau sowie einer konjunkturell bedingten Zurückhaltung im privaten Sektor. Hochtief habe sich aber von diesem negativen Trend "eindrucksvoll abgekoppelt", hob Keitel hervor. Hierzu trage unter anderem das Infrastrukturgeschäft mit den Bereichen Tunnelbau und Bahnstrecken bei. In diesen Segmenten habe Hochtief allein im dritten Quartal fünf namhafte Projekte akquiriert.

Zudem hat der Baukonzern Interesse an weiteren Flughafen-Beteiligungen geäußert. Im Rahmen eines Bieterverfahrens werde sich der Konzern ab dem kommenden Frühjahr für das Airport-Projekt Mumbai (Bombay) in Indien engagieren, kündigte der Vorstandsvorsitzende Hans-Peter Keitel am Montag an. Auch die beiden bulgarischen Flughäfen Varna und Bourgas sowie das tunesische Greenfield-Projekt Enfidha könnten interessant für die Tochter Hochtief AirPort sein.

Hochtief hatte erst im vergangenen Monat einen Konzessionsvertrag für den albanischen Flughafen in Tirana unterzeichnet. Man rechne damit, den Betrieb Anfang kommenden Jahres übernehmen zu können, hieß es jetzt. Hochtief ist auch noch an den Flughäfen in Hamburg, Düsseldorf, Athen und Sydney beteiligt. Derzeit verhandelt der Konzern mit potenziellen Investoren über eine Beteiligung am Flughafen-Portfolio. Einzelheiten hierzu gab Keitel am Montag nicht bekannt.

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