Kooperation: Deutschland soll Wüstenstrom aus Ägypten bekommen

Kooperation
Deutschland soll Wüstenstrom aus Ägypten bekommen

Beim Besuch des ägyptischen Präsidenten in Berlin will die deutsche Wüstenstrominitiative Desertec am Mittwoch ein Abkommen mit dem Land unterschreiben. Ägypten soll Strom aus erneuerbaren Energien liefern.
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DüsseldorfDie deutsche Wüstenstrominitiative DII findet neue Kooperationspartner. „Wir werden morgen in Berlin ein Abkommen mit Ägypten unterschreiben“, sagte Paul van Son, Chef der Desertec Industrie Initiative, dem Handelsblatt. Anlass ist der Besuch des ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi am Mittwoch in Berlin.

Van Son verspricht sich von dem Abkommen mit der ägyptischen Behörde für erneuerbare Energien NREA hohe Investitionen in dem nordafrikanischen Land. „Experten rechnen bis 2050 mit Investitionen im dreistelligen Milliardenbereich“, sagte er. Ein ähnliches Abkommen will er „noch in diesem Jahr mit Jordanien abschließen“.

Ägypten erzeugt heute seinen Strom fast ausschließlich mit Gas- und Ölkraftwerken. Da die Bevölkerung um etwa 50 Prozent auf rund 120 Millionen Menschen wachsen und der Strombedarf von heute 130 Terrawatt pro Stunde auf über 800 Terrawattstunden (TWh) steigen wird, will die Regierung stärker auf erneuerbare Energien setzen. Außerdem könnte Ägypten einen Teil des Stroms nach Deutschland und andere europäische Staaten exportieren.

Denn die DII verfolgt die Strategie, Solar- und Windprojekte in den Wüsten Nordafrikas und im Mittleren Osten anzuschieben. Bis 2050 könnte Europa nach DII-Berechnungen bis zu einem Fünftel seines Bedarfs mit diesen grünen Kraftwerken decken.

Kommentare zu " Kooperation: Deutschland soll Wüstenstrom aus Ägypten bekommen"

Alle Kommentare
  • Wenn der Stromleitungsbau von Ägypten zu uns im selben Tempo vonstatten geht wie bei uns, dann kommen vielleicht unsere Urururururenkel mal in den Genuss dieser Energie. Na, dann macht mal!

  • Wie wäre es denn mal damit, der Bevölkerungsexplosion endlich einen Riegel vorzuschieben - durch konsequente Förderung von Kein-Kind- und allenfalls Ein-Kind-Familien?

  • Warum macht man solche Projekte nicht in der spanischen Extremadura? Man könnte Spanien helfen - das hiesse weniger aus dem Eurofond - und wäre nicht abhängig von solch unzuverläsigen Völkern wie den Nordafrikanern. Bei der nächsten Mohamed-Karikatur gehen dann in Deutschland die Lichter aus. Dann hätten adikale Islamisten unsere rückgratlosen Politiker nicht nur bei uns zu Hause (hört sich gar nicht mehr echt an), an den Eien sondern auch noch von ihrem Zuhause aus. Wie dumm und ohne Weitsicht.

  • So eine schwachsinnige Meldung!
    Strom aus Ägypten...warum nicht gleich aus Saudi Arabien oder Südafrika???!
    Unabhängig von der Entfernung und von dem Pulverfass Nahost ist es doch schwachsinnig noch mehr Zufallsstrom ins eh schon überlastete deutsche Erneuerbare Energieschmarotzerstromnetz zu leiten!
    Wenn Ethik den technischen Verstand und die wirtschaftliche Vernunft eines Landes ablöst, dann befindet sich diese Land direkt auf den "Way to Hell"!!!
    Für was hatten wir die aufgeklärte Zeit in Deutschland?!
    Wir opfern unseren ganzen wissenschaftlich-technischen Verstand und unsere wirtschaftliche Vernunftsstrategie für einen ökosozialistischen Energiewendeglauben.
    Stück für Stück wird unser Wohlstand und unser überlebenserleichternde Wissen auf dieser Erde immer mehr vernichtet!

  • Deutschlands "Energiefaschisten " besetzen Nord Afrika .
    "Die Kreuzritter beuten unsere Wüste aus "

    Oder ähnliche "Aufmacher" in Ägyptischen Zeitungen die von den Staatlich unterstützten Moslimbrüdern herausgegeben werden , sind sehr real vorstellbar .

    Wer Deutsche Steuergelder im Sahara Sand verbuddeln will ,unterstützt diese Träumereien , Realpolitiker schlagen die Hände über dem Kopf zusammen !!!

  • Mein Gott, wie blöd sind denn die Deutschen Parlamentarier. Da kommt nie Strom her.

  • Es geht auch über Tunesien. Zumal in Tunesien deutlich mehr Ruhe herrscht als in Ägypten. Algerien hat sich bislang erfolgreich gegen Tourismus gesperrt, warum soll es da mit Solarstrom klappen?

    Bei the Way, was ist eigentlich aus den eingefrorenen Konten von Ghadaffi und Ben Ali geworden? Kann man diese summen nicht in den Ländern investieren?

  • Wieviele tausend kilometer Leitung sind das ?
    Schon mal was von Leitungsverlusten gehört ?
    Das sollte unsere Oberphysikerin mal ausrechnen, was
    da am Ende eines solchen Kabels noch ankommt- sicher wird es noch für ein paar Taschenlampenbirnen reichen.
    Und was ist Nachts,gibt es dann Lunarstrom ?
    Solche tolle Ideen habe ich schon vor 30 Jahren
    gelesen ,alles nur heiße Wüstenluft !

  • Toll! Bekanntlich scheint die Sonne in Nordafrika ja auch nachts! Und es gibt bereits viele Hochspannungsleitungen von Nordafrika nach Deutschland1

  • Die Sonneneinstrahlung ist zur Stromerzeugung ungeeignet. Die Energiedichte ist unzureichend, die Sonne scheint nicht bedarfsgerecht.

    Deshalb wurde die wichtigste Frage in diesem Artikel nicht berührt:

    Wer beahlt die Subventionen die den Wert des Stroms um den Faktor 5 - 10 übersteigen*???

    Kürzlich wurde gemeldet, dass die Bundesregierung eine Subvention in 2-stelliger Millionenhöhe geben wolle. Nur das reicht gerade für die Reisen der Fuktionäre und ein sehr, sehr kleines Ökosolarmönsterchen.

    Vandale

    *Industriestrom kostete in Ägypten 2010 3,2c/kWh

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