
RüsselsheimDie beiden Autobauer General Motors und Peugeot haben ihre Allianz zur Sanierung des kriselnden Europageschäfts weiter eingegrenzt. Die amerikanische Opel-Mutter und der angeschlagene französische Konzern teilten am Donnerstag mit, sie hätten sich in ihren seit Februar laufenden Verhandlungen auf eine Zusammenarbeit bei drei Fahrzeugmodellen sowie im Einkauf geeinigt. Die Verträge seien nun unterzeichnet worden.
Vor zwei Monaten war noch von vier Modellen die Rede. Die Rüsselsheimer Marke mit dem Blitz und der französische Autobauer leiden besonders darunter, dass wegen der Schuldenkrise in Südeuropa kaum Neuwagen verkauft werden und schreiben rote Zahlen.
Nissan - 239.000 Neuzulassungen im 1. Halbjahr 2012
Im Vergleich zum Vorjahr büßen die Japaner Marktanteile ein. Die Zahl der Neuzulassungen schrumpfte um drei Prozent.
Toyota - 295.000 Neuzulassungen im 1. Halbjahr 2012
Weltweit gehören die Japaner zu den größten Autokonzernen. In Europa stagnieren die Absätze allerdings. Im Vergleich zum Vorjahr wurden ein Prozent weniger Neuwagen verkauft.
Daimler - 349.000 Neuzulassungen im 1. Halbjahr 2012
Der deutsche Premiumhersteller kann sich freuen: Als einziger Hersteller in der europäischen Top Ten verkauften die Stuttgarter mehr Autos als im Vorjahr. Die Verkäufe legten um ein Prozent zu.
BMW - 421.000 Neuzulassungen im 1. Halbjahr 2012
Trotzdem kann BMW die Premiumkrone auch in Europa behaupten. Die Münchner verkauften zwar ein Prozent weniger Neuwagen als im Vorjahr - doch das ist immer noch besser als die Konkurrenz.
Fiat - 456.000 Neuzulassungen im 1. Halbjahr 2012
Die Sorgenfalten von Fiat-Chef Sergio Marchionne dürften zunehmen. Mit einem Minus von 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr befinden sich die Italiener in einer der tiefsten Absatzkrisen der Unternehmensgeschichte.
Ford - 533.000 Neuzulassungen im 1. Halbjahr 2012
Auch für den US-Autobauer, dessen größtes Werk in Europa nördlich von Köln liegt, sind die Verkäufe in Europa eingebrochen. 11 Prozent weniger Fahrzeuge wurden an den Mann gebracht.
General Motors - 573.000 Neuzulassungen im 1. Halbjahr 2012
Die Zahlen sind besorgniserregend. So besorgniserregend, dass zuletzt auch Opel-Chef Karl-Friedrich Stracke gehen muss. In Europa brachen die Verkäufe des US-Riesen im Vergleich zum Vorjahr um 11 Prozent ein.
Renault - 583.000 Neuzulassungen im 1. Halbjahr 2012
Noch schlimmer trifft es den französischen Autoriesen Renault. Satte 17 Prozent weniger Autos konnten die Franzosen im ersten Halbjahr absetzen. Die Regierung denkt bereits über Staatshilfen für die angeschlagene heimische Autoindustrie nach.
Peugeot/Citroën - 827.000 Neuzulassungen im 1. Halbjahr 2012
Auch der größte französische Autobauer klagt über Absatzprobleme und kündigte zuletzt an, 8000 Stellen streichen zu wollen. Im ersten Halbjahr schrumpften die Verkäufe um 14 Prozent.
Volkswagen - 1,66 Millionen Neuzulassungen im 1. Halbjahr 2012
Es ist einsam an der Spitze: Die Wolfsburger deklassieren die Konkurrenz um längen. Im schwierigen europäischen Massenmarkt verliert Volkswagen zwar ein Prozent - doch insgesamt nehmen die Marktanteile zu.
Ihre zuvor ebenfalls seit Monaten laufenden Gespräche über eine gemeinschaftliche Sanierung hatten Opel und Peugeot bereits im November auf Eis gelegt, weil sich die Finanzlage bei Peugeot verschlechterte und Frankreich als Gegenleistung für Staatsgarantien den Verzicht auf Massenentlassungen verlangte. Peugeot hatte 10.000 Stellen streichen und ein Werke nahe Paris dichtmachen wollen.
Gewerkschaften in Deutschland und Frankreich hatten befürchtet, dass die beiden Autobauer im Falle einer engeren Allianz noch tiefere Einschnitte vornehmen könnten als bisher schon geplant. Opel kündigte vor kurzem an, sein Werk in Bochum mit über 3000 Beschäftigten in vier Jahren zu schließen.
In den jetzt unterzeichneten Verträgen vereinbarten die beiden Autobauer die Entwicklung gemeinsamer Vans für Opel, ihre britische Schwestermarke Vauxhall und für PSA Peugeot Citroen sowie eine gemeinsame Plattform für emissionsarme Kleinwagen. Zudem ist ein kleiner Familienwagen nach dem Beispiel des Opel-Meriva geplant. Die gemeinsame Entwicklung von Mittelklassewagen nach dem Vorbild des Opel-Insignia wurde aufgegeben. Die ersten Fahrzeuge sollen bis 2016 auf den Markt kommen.
Der gemeinsame Einkauf beschränkt sich auf Europa. Anfangs hatten GM und PSA geplant, den Einkauf von Material und Teilen weltweit im Volumen von insgesamt 125 Milliarden Dollar im Jahr zusammenzulegen.
Unterdessen stutzt der Mutterkonzern einem Zeitungsbericht zufolge die Auslandsaktivitäten von Opel und übernimmt sechs Tochtergesellschaften selbst. Das Motorenwerk im ungarischen Szentgotthard, die Getriebefertigung im österreichischen Aspern, das Entwicklungszentrum im italienischen Turin, das Produktionswerk im polnischen Gliwice und Aktivitäten in Großbritannien und Russland gingen auf den Mutterkonzern über, berichtete die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" vorab aus ihrer Freitagausgabe unter Berufung auf Führungszirkel des Unternehmens.
Der Transfer sei Bedingung für die Fortführung eines Kredits über knapp 2,5 Milliarden Euro von GM an Opel gewesen. Ein Opel-Sprecher lehnte eine Stellungnahme zu dem Bericht ab. "Wir werden uns niemals zu internen Angelegenheiten äußern", sagte er.
Das Opel-Management hatte seine Absichten für das Werk Bochum bereits im Juni in einem „Deutschland-Plan“ skizziert, der die Grundlage der Sanierung des verlustreichen Herstellers sein soll. Die Eckpunkte haben sich seitdem kaum verändert. Hier die wichtigsten Bestandteile.
Mit dem Auslaufen der aktuellen Generation des Familien-Vans Zafira voraussichtlich im Jahr 2016 endet die Fahrzeugproduktion im Traditionswerk Bochum. Beim Stellenabbau will Opel aber auf betriebsbedingte Kündigungen verzichten, zumindest bis Ende 2016.
Die übrigen Opel-Werke könnten durch die Produktion für andere Automarken, etwa die Schwester Chevrolet, besser ausgelastet werden.
Nischenmodelle wie der Mini-SUV Mokka oder der Kleinwagen Adam sollen zusätzlichen Absatz bringen.
Über den Mutterkonzern General Motors will Opel wachsende Auslandsmärkte wie Russland oder die Türkei besser erschließen.
In der Zusammenarbeit mit dem Partner PSA Peugeot Citroën will GM für Opel Spareffekte nutzen, etwa in der Konstruktion oder womöglich sogar beim Bau von Fahrzeugen.

Und der VW Polo wurde wahrscheinlich in Spanien hergestellt?!
Werde mal in die TÜV Statistiken kucken, und sie mit denen anderer technischer Überwachungsvereine, mit Langzeittestberichten und meinen eigenen Erfahrungen als Opel-Fahrer und ehemaliger VW-Fahrer vergleichen.
Ich weiß nur, dass an jedem Auto mal etwas kaputtgehen kann. Schließlich stammen viele Teile von ausgepressten Zulieferen. Alles soll schön billig sein. Das war nicht nur bei Opel in den 90er Jahren so. Stichwort: Ignazio Lopez. Den VW bei GM abwarb, was man dann auch an der Qualität der Gölfe merkte. Aber auch Mercedes rühmte sich mit dem Vorgänger der aktuellen (nicht mehr so gut verkauften) Variante der E-Klasse nicht gerade mit überbordender Qualität. Und dann erst das Palstikamaturenbrett der C-Klasse.
Und last bust not least: Wenn das VW-Gesetz nicht wäre, wäre VW vermutlich schon ins Ausland verkauft und würde auch nur noch dort produzieren.
Fazit: Opels sind Gut, das GM/Opel-Management eine Katatstrophe!

Informieren Sie sich (und mich bitte auch) einmal darüber, welche vermeintlich aus deutscher Produktion stammenden Pkw aus ausländischer Produktion stammen.
Beispielsweise: VW Polo, VW Sharan, Audi Q3, Opel Corsa, Mercedes Vito/Viano - alle aus Spanien.
Mecedes ML und GL sowie BMW X5, etc aus den USA und so weiter und so forgt.
Liebes Handelsblatt!
Erstellt doch einmal eine übersicht, welche Autos wirklich nur in Deutschland hergestellt werden!

Popel ist gut ! wenn man den Citroen-Schrott noch etwas würdigen möchte: Pöpel
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