Kooperation mit US-Firma
Bayer erwirbt Rechte für neues Antibiotikum

Der deutsche Pharmakonzern Bayer hat die Rechte für ein Antibiotikum in Asien und Lateinamerika erworben. Das Medikament der US-Firma Trius soll vor allem gegen Hautinfektionen und Lungenentzündung eingesetzt werden.
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FrankfurtBayer baut in Asien und Lateinamerika seine Position auf den wachsenden Märkten für Mittel gegen Infektionskrankheiten aus. Der Konzern erwarb jetzt von der kalifornischen Pharmafirma Trius Therapeutics Rechte an dem neuen Antibiotikum Torezolid, wie das Unternehmen am Mittwoch in Berlin mitteilte. „Bakterielle Infektionskrankheiten gehören zu den größten und am schnellsten wachsenden Therapiebereichen in China sowie weiteren Wachstumsmärkten“, erklärte Bayer-HealthCare-Chef Jörg Reinhardt. Das Mittel soll einmal gegen bakterielle Hautinfektionen und bestimmte Formen der Lungenentzündung eingesetzt werden. 

Bayer sicherte sich mit der Vereinbarung Rechte an dem Mittel in Asien - außer Nord- und Südkorea - sowie in Lateinamerika, im Nahen Osten und Afrika. Dafür zahle der Konzern an Trius vorab 25 Millionen Dollar und übernehme zum Teil auch die weiteren Kosten für die Entwicklung des Präparats. Zudem erhalte Trius weitere Zahlungen von bis zu 69 Millionen Dollar, die von Fortschritten in der Entwicklung und im Zulassungsprozess abhängen. An den von Bayer erzielten Umsätzen soll Trius in prozentual zweistelliger Höhe beteiligt werden. Die Kalifornier behalten dagegen alle Rechte für die USA, Kanada und die Europäische Union. 

Das Präparat durchläuft in Europa und in den USA bereits die dritte Phase der klinischen Entwicklung. Neue Medikamente müssen vor einem Zulassungsantrag drei solcher Testphasen am Menschen bestehen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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