Kooperation mit Zwirn-Finance soll Handlungsspielraum erweitern
Familie Lenz plant Züblin-Übernahme mit US-Investor

Nach der Insolvenz von Walter Bau und einer anstehenden Neuordung in der deutschen Bauindustrie setzt der Züblin-Familiengesellschafter Lenz auf die Hilfe des US-Finanzinvestors D.B.Zwirn.

HB STUTTGART. Die beiden Partner wollen in den kommenden Tagen Verhandlungen führen, um die Mehrheit an Züblin zu erwerben, teilte die Familie Lenz am Mittwoch in Stuttgart mit. Auch der österreichische Baukonzern Strabag, der einen Teil der insolventen Walter Bau erwerben will, hat Interesse an der Ed. Züblin AG gezeigt. Walter besaß zuvor die Mehrheit an Züblin.

Die Familie Lenz, die schon seit 1910 am Aufbau von Züblin beteiligt ist, besitzt 43 Prozent der Aktien und hat gleich nach der Pleite der Walter Bau-AG ihr Interesse an einer Mehrheit an dem Stuttgartern Baukonzern signalisiert. Gespräche mit dem Insolvenzverwalter und den beteiligten Banken seien bereits aufgenommen worden. „Mit D.B. Zwirn haben wir den idealen starken Partner gefunden. Die Neuordnung in der deutschen Bauindustrie soll künftig von Stuttgart aus aktiv mitgestaltet werden“, sagte Ruth-Ilse Lenz. Durch die Partnschaft mit Zwirn werde auch der Handlungsspielraum für Züblin substanziell größer.

Strabag hat durch die Übernahme von Teilen der Walter Bau-AG auch fünf Prozent des Walter-Anteils an Züblin übernommen. Die restlichen 48 Prozent sind an die BayernLB als Sicherheit verpfändet worden. Strabag-Chef Hans Peter Haselsteiner hatte am Dienstag gesagt, es gebe positive Signale der Landesbank.

Die D.B. Zwirn Finance umfasst einen weltweit investierenden Investment Fonds und einen privaten Kapitalgeber. Die Gruppe verwaltet nach Angaben von Lenz rund 2,6 Milliarden US-Dollar (1,99 Mrd Euro) und habe auch in Deutschland bereits eine Reihe von Transaktionen abgeschlossen.

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