Kooperationsangebot
Alstom sagt „Ja“ zu General Electric

Der französische Traditionskonzern hat sich mit General Electric geeinigt. Zuvor hatten Verhandlungen des Staats mit Großaktionär Bouygues den Weg für die Zusammenarbeit geebnet. GE-Chef Immelt freut sich schon.
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ParisDer französische Alstom-Konzern will das Kooperationsangebot des US-Konzerns General Electric (GE) annehmen. Das gab das Unternehmen am Samstag in Paris bekannt. Im Übernahmepoker um den Konzern hatte sich zuvor bereits die französische Regierung für das Angebot der Amerikaner ausgesprochen - und damit gegen die Offerten von Siemens und Mitsubishi Heavy Industries (MHI). GE-Chef Jeff Immelt, hat die Entscheidung des französischen Alstom-Konzerns für das GE-Angebot begrüßt. „Wir kommen nun zur nächsten Phase der Allianz mit Alstom“, sagte Immelt am Samstag. Es gehe jetzt darum, ein global wettbewerbsfähiges Unternehmen im Energie- und Netzbereich zu schaffen, sagte Immelt nach GE-Angaben.

Kurz zuvor wurde bekannt, dass sich der französische Staat und das Unternehmen Bouygues nach Informationen von Kennern des Dossiers am Samstag über den Verkauf von 20 Prozent Anteilen am Konzern Alstom handelseinig geworden sind. Das erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Abend in Paris. Der Verkauf der Alstom-Anteile von Bouygues an den französischen Staat war Bedingung dafür, dass Alstom wie geplant eine Allianz mit dem US-Konzern General Electric (GE) eingehen kann.

Der konkrete Kaufpreis für die Anteile an Alstom, die von Bouygues an den französischen Staat gehen, wurde zunächst nicht bekannt. Der Staat hatte ursprünglich 28 Euro pro Aktie geboten, was dem Kurs bei Börsenschluss am Freitag entsprach. Bouygues forderte dagegen 35 Euro. Der französische Wirtschaftsminister Arnaud Montebourg hatte am Freitag angekündigt, dass Paris mit 20 Prozent bei Alstom einsteigen werde. Dafür werde der Staat zwei Drittel des 29,4-Prozent-Anteils von Bouygues kaufen.

Nach ihrer Niederlage im Übernahmekampf hakten Siemens und Mitsubishi Heavy Industries (MHI) das Kapitel Alstom ab. MHI bedauerte am Samstag in einer Stellungnahme die Entscheidung der französischen Regierung. Mitsubishi wolle jedoch auch weiterhin seine Beziehungen zu Frankreich und französischen Industriepartnern in der Zukunft entwickeln, erklärte der japanische Mischkonzern.

Bereits am späten Vorabend hatte Siemens „Verständnis für die nationalen Interessen der französischen Regierung zur Neuordnung von Alstom“ geäußert. Aus Sicht der IG Metall sollte der Elektrokonzern nun nach vorne schauen und sich auf seine Hausaufgaben konzentrieren. „Siemens hat die wirtschaftliche und finanzielle Kraft und eine qualifizierte und motivierte Belegschaft, um zuversichtlich in die Zukunft zu gehen“, erklärte die Gewerkschaft am Samstag.

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Siemens konzentriert sich auf Konzernumbau

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