Kooperationsgespräche
Russischer Investor stockt bei K+S auf

Der größte Aktionär des Düngemittelherstellers K+S baut seine Beteiligung weiter aus. Nach den jünsten Zukäufen hält der russische Industrielle Andrej Melnitschenko 16 Prozent an dem Dax-Konzern, eine weitere Aufstockung ist nicht ausgeschlossen. Melnitschenko plant zudem eine stärkere Kooperation zwischen K+S und seinem Unternehmen Eurochem.

HB DÜSSELDORF. Der russische Industrielle Andrej Melnitschenko hat seine Beteiligung am Düngemittelspezialisten K+S ausgebaut. Melnitschenko erhöhte nach eigenen Angaben über seine Düngemittelfirma Eurochem den Anteil auf 16 Prozent und erwägt eine weitere Aufstockung. Dies sei aber noch offen, sagte der Investor am Mittwoch in Moskau: „Eine Entscheidung wird von Million von Fakten abhängen.“

Melnitschenko war 2007 bei dem Unternehmen aus Kassel eingestiegen und ist bereits seit einiger Zeit größter Einzelaktionär. Die im Dax notierte K+S-Aktie stieg gegen den Trend ein Prozent und schloss bei 44,54 Euro.

Eurochem und K+S führten zudem Gespräche über eine Kooperation bei der im Ural gelegenen Kali-Lagerstätte Werchnekamskoje, sagte der Investor. An dieser hatte Eurochem im vergangenen Jahr eine Beteiligung erworben. Werchnekamskoje ist Experten zufolge die weltweit zweitgrößte Kalilagerstätte. Bislang konzentriert sich Eurochem nicht auf Kali-, sondern auf Phosphat- und Stickstoffdünger.

Ein K+S-Sprecher sagte lediglich, das Unternehmen spreche mit Eurochem über verschiedene Möglichkeiten der Zusammenarbeit. Zur Werchnekamskoje und zu Melnitschenkos Anteilserhöhung wollte er sich nicht äußern.

K+S und Eurochem zählen zu den zehn größten Düngemittelherstellern. Eurochem ist auch in der Rohstoffgewinnung aktiv und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von 2,9 Milliarden Dollar. Die Kasseler, die auch im Salzgeschäft tätig sind, kommen auf insgesamt 4,8 Milliarden Euro. Melnitschenko hatte zuletzt 95 Prozent der Anteile an Eurochem gehalten. Die 2001 gegründete Geesellschaft will nach früheren Angaben bis 2012 insgesamt 3,2 Milliarden Dollar in den Aus- und Aufbau neuer Kapazitäten investieren.

Analysten äußerten sich positiv über Melnitschenkos Pläne. „Vor allem die Aussicht auf eine Kooperation auf dem Gebiet der Kaliförderung ist positiv zu werten“, kommentierte Thorsten Strauß von der NordLB. Die Bedeutung der Beteiligungsaufstockung durch den russischen Industriellen sei dagegen schwer einzuschätzen. Melnitschenko hatte 2007 zunächst 6,75 Prozent der Anteile an K+S erworben. Bis März 2009 hatte der Industrielle dann seine Beteiligung auf 15,55 Prozent weiter aufgestockt.

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