Kopf-an-Kopf-Rennen
Daimler verkauft MTU wohl an Finanzinvestor

Im Milliardenpoker um die Daimler-Tochtergesellschaft MTU Friedrichshafen bahnt sich ein Verkauf an einen Finanzinvestor an. Der Münchener MAN-Konzern hat Finanzkreisen zufolge offenbar kaum noch Chancen auf einen Zuschlag. Damit liefern sich nur noch die Finanzinvestoren Kohlberg, Kravis and Roberts (KKR) und die schwedische Wallenberg-Tochter EQT ein Kopf-an-Kopf-Rennen um das Unternehmen vom Bodensee.

hz/pk/rob FRANKFURT. Die größten Chancen räumen Kenner inzwischen dem schwedischen Investor ein. „EQT führt bis Ende der Woche exklusive Gespräche mit Daimler-Chrysler“, heißt es in Finanzkreisen. Daimler sowie EQT gaben keinen Kommentar zur Sache ab.

Laut verhandlungsnahen Kreisen liegt die Offerte der Schweden inzwischen nahe beim Gebot von KKR - und im Gegensatz zum amerikanischen Investor würde EQT von den Arbeitnehmervertretern als Käufer akzeptiert. Eine Entscheidung für einen der beiden Bieter sei jedoch noch nicht gefallen. Daimler habe KKR signalisiert, dass man ebenfalls noch in exklusive Gespräche gehen könnte. KKR verfügt über enge Verbindungen zu Daimler-Chrysler.

Der Verkauf soll spätestens Ende nächster Woche entschieden sein. Der Autobauer peilt einen Kaufpreis von 1,7 Mrd. Euro an. Die drei Bieter hatten Anfang der Woche ihre verbindlichen Gebote in Stuttgart eingereicht. Zu den Beratern von EQT gehört unter anderen der ehemalige Mercedes-Chef Eckhard Cordes, der den Machtkampf um den Vorstandschefposten gegen Dieter Zetsche verloren und den Konzern im August verlassen hat.

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