Koreanischer Autobauer
Kia baut ab 2016 in Mexiko

Die Hyundai-Tochter Kia will im Norden von Mexiko ab 2016 für den amerikanischen Markt produzieren. Zahlreiche Freihandelsverträge, niedrige Lohnkosten und ein großes Zulieferernetz machen das Land attraktiv.
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Mexiko-StadtDer koreanische Autohersteller Kia baut eine Fabrik in Mexiko. Ab 2016 könnten in dem Werk nahe Monterrey im Nordosten des Landes bis zu 300 000 Fahrzeuge pro Jahr gefertigt werden, sagte Kia-Vorstandsvorsitzender Hyoung-Keun Lee am Mittwoch. Das Unternehmen investiere über eine Milliarde US-Dollar (759 Mio Euro). Zudem würden weitere Investitionen in Höhe von 1,5 Milliarden Dollar von Zulieferern erwartet. Die mexikanische Regierung rechnet mit Tausenden neuen Arbeitsplätzen.

Medienberichten zufolge will Kia in Mexiko zunächst den Kompaktwagen Forte und den Kleinwagen Rio fertigen. Später könnte der Kompakt-SUV Sportage dazukommen. Mit dem Werk in Mexiko reagiert Kia auf die steigende Nachfrage in Nord- und Südamerika. Gemeinsam mit dem Mutterkonzern Hyundai ist Kia der fünftgrößte Autobauer weltweit.

Derzeit zieht es immer mehr Fahrzeughersteller nach Mexiko. Seit Anfang 2013 wurden im Automobilsektor Investitionen in Höhe von zehn Milliarden Dollar (7,3 Mrd Euro) getätigt oder angekündigt. Das Land ist der achtgrößte Automobilstandort der Welt. Bereits im Jahr 2018 könnte Mexiko Deutschland als drittgrößten Autoexporteur ablösen.

Die Unternehmen schätzen vor allem die Nähe zum wichtigen US-Markt, ein gut ausgebautes Zulieferernetz und die relativ niedrigen Lohnkosten. Freihandelsabkommen mit über 40 Staaten erlauben zollfreie Exporte in zahlreiche Absatzmärkte. Durch einen Standort im Dollar-Raum können sich die Unternehmen zudem gegen Wechselkursschwankungen absichern.

Zuletzt hatten auch die deutschen Oberklassehersteller Daimler und BMW den Bau von Fabriken in Mexiko angekündigt. Volkswagen betreibt in Puebla bereits sein zweitgrößtes Werk weltweit. Auch die Autokonzerne Nissan, General Motors, Chrysler, Ford, Honda und Toyota fertigen in Mexiko.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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