Korruptionsverdacht
USA ermitteln gegen Rüstungskonzern BAE

Die USA ermitteln gegen den britischen Waffenkonzern BAE Systems wegen angeblicher Schmiergeldzahlungen an Saudi-Arabien.

dpa-afx LONDON. Das US-Justizministeriums untersuche, ob BAE die Anti-Korruptions-Gesetze einhielte, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Dabei handle es sich auch um Geschäfte die "Saudi-Arabien betreffen". Der Aktienkurs des Unternehmens fiel nach der Mitteilung um mehr als sechs Prozent.

Nach den Anschuldigungen soll BAE für die Vermittlung von Regierungsaufträgen aus Saudi-Arabien insgesamt rund eine Milliarde Pfund (1,5 Mrd. Euro) an Prinz Bandar bin Sultan gezahlt haben. Dieser soll in den 80er Jahren beim Zustandekommen eines der größten Rüstungsgeschäfte Großbritanniens, dem so genannten Yamamah-Deal, geholfen haben, so die Vorwürfe. Bandar war seinerzeit Botschafter Saudi-Arabiens in Washington. Der Prinz hatte entsprechende Berichte zurückgewiesen. Auch BAE hatte stets betont, sich an die Gesetze gehalten zu haben.

Der rund 40 Mrd. Pfund schwere Yamamah-Deal über Kampfflugzeuge war 1985 noch während der Regierungszeit von Premierministerin Margaret Thatcher unterzeichnet worden. Britische Ermittlungen gegen BAE waren im vergangenen Dezember auf den Druck von Premierminister Tony Blair gestoppt worden, weil sie der nationalen Sicherheit und der Zusammenarbeit der Länder geschadet hätten.

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