Kosmetikbranche
Schwieriges Geschäft in Fernost

Eine Studie zeigt: Wer Japanerinnen und Chinesinnen über einen Kamm schert, bringt seine Kosmetikprodukte nicht an die Frau. Nur wer den Trend kennt, verkauft. Und das in einem wachsenden Markt, dessen Volumen groß - aber auch äußerst umkämpft ist.
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TOKIO. Sakae Nonomura weiß viel über die Frauen in Ostasien, über ihre Wünsche und ihre Einstellungen. Wie sich etwa Chinesinnen das ideale Leben vorstellen, welches Selbstbild Koreanerinnen haben, wie Japanerinnen wahrgenommen werden wollen – und natürlich, welche Landsfrau Schminkweltmeisterin ist. „Das ist recht eindeutig“, sagt Nonomura. „Es gibt keine Frau auf der Welt, die sich häufiger schminkt als die Tokioterin.“

Sakae Nonomura ist Direktor des Beauty Research Instituts von Kanebo, Japans zweitgrößtem Kosmetikkonzern. Sein Job ist, Trends zu erforschen, die Zukunft sozusagen der Gegenwart abzuringen. Das Institut hat eine Studie herausgegeben, die erstmals intensiv untersucht, was das weibliche Geschlecht in Ostasien bewegt – konkret 2 268 Frauen in Tokio, Peking, Schanghai, Seoul und Taipeh.

Das Ergebnis aus den Themen Leben, Schönheit und Make-up soll helfen, Konsumentinnen-Gewohnheiten und -Vorlieben herauszufiltern – natürlich auch, um die Märkte zielgerichteter bedienen zu können. „Was wir herausgefunden haben ist, dass sich der Lifestyle von Japanerin total unterscheidet von dem der anderen Ostasiatinnen“, fasst Nonomura zusammen.

Für die Kosmetikindustrie haben solche Untersuchungen große Bedeutung: Nur wer den Trend kennt, verkauft. Und das in einem Markt, dessen Volumen groß, aber auch äußerst umkämpft ist.

Das Institut Eurostaf schätzt den Weltmarkt für Kosmetik auf 170 Milliarden US-Dollar. Der japanische ist darin laut einer McKinsey-Studie der zweitgrößte der Welt hinter den USA mit einem Volumen von 24 Milliarden Dollar im Jahr 2009.

Doch während Japans Kosmetikindustrie von 2004 bis 2009 kaum Wachstum verzeichnete, ging es in Ostasien um 4,1 Prozent nach oben. Laut Mitsubishi Research Institut verspricht der chinesische Kosmetikmarkt langfristig, den japanischen sogar deutlich zu toppen.

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  • sie wollen doch sicher hier ein übertragbares beispiel anführen? dazu nehme man eine seriöse und repräsentative kosmetikbranche...

    saublöder artikel.... völligst weltfremd...

    genau das richtige für dekadente investoren...



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