Kosmetikhersteller
Starker Euro bremst Beiersdorf

Der Chemiekonzern Beiersdorf kann zwar die Erlöse steigern, doch die starke europäische Währung macht der Firma einen Strich durch die Rechnung. Dennoch kann der Vorstand Prognosen bekräftigen.
  • 0

HamburgDer erfolgreiche Umbau bei Beiersdorf zahlt sich auch für Konzernchef Stefan Heidenreich aus: Der Aufsichtsrat des Kosmetikkonzerns verlängerte den Vertrag des 51-jährigen Managers vorzeitig bis Ende 2019 und honorierte damit dessen Erfolge bei der Neuausrichtung des Nivea-Herstellers, der lange als verschlafen galt.

Aufsichtsratschef Reinhard Pöllath zollte ihm am Donnerstag dafür „größten Respekt“. Auch die Börse applaudierte: Die Aktie des Dax-Konzerns legte in einem unveränderten Umfeld um mehr als ein Prozent zu. Heidenreich war vor zwei Jahren von der auf Babynahrung und Konfitüren spezialisierten Hero-Gruppe zu dem von der Tchibo-Mutter kontrollierten Unternehmen gekommen.

Beiersdorf fährt derzeit die Früchte des Umbaus ein: Sowohl in gesättigten Märkten Europas als auch in Schwellenländern seien im abgelaufenen Jahr deutliche Umsatzzuwächse erzielt worden, teilte Heidenreich auf Grundlage vorläufiger Zahlen mit. Der starke Euro bremste allerdings das Wachstum. Nominal steigerte der Konzern die Erlöse zwar um 7,2 Prozent auf 6,14 Milliarden Euro. Wegen Währungseffekten blieb jedoch nur ein kleines Plus von 1,7 Prozent und damit etwas weniger als erwartet. Analysten hatten im Schnitt mit einem Umsatz von 6,19 Milliarden Euro gerechnet.

Während die Kosmetiksparte ihren Umsatz um sieben Prozent steigerte, legte die kleinere Klebstofftochter Tesa um 8,4 Prozent zu. Tesa profitiert davon, dass die Industriekundschaft wegen der Konjunkturerholung mehr bestellt, um die Lager zu füllen. Analysten hoben hervor, dass Beiersdorf seit 2008 nicht mehr so stark gewachsen sei. Einige bezweifeln allerdings, dass ob der Konzern dieses Tempo halten kann.

Kommentare zu " Kosmetikhersteller: Starker Euro bremst Beiersdorf"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%