Kosmetikkonzern
Tchibo will Beiersdorf in den Dax führen

Die Tchibo-Holding plant für Beiersdorf eine Expansion in Übersee. Der neue Großaktionär des Kosmetikkonzerns will diesen zu einem Dax-Wert machen.

HB BERLIN. Der Kosmetikkonzern Beiersdorf soll nach den Vorstellungen des größten Anteilseigners Tchibo-Holding das Geschäft in Übersee stärken. «Wir werden Akquisitionen in Nordamerika und in Bereichen Asiens begleiten», sagte der Tchibo-Vorstandsvorsitzende Dieter Ammer dem Nachrichtenmagazin «Spiegel» einer Vorabmitteilung vom Samstag zufolge.

Es gebe auch schon konkrete Verhandlungen in diesem Bereich, ergänzte Ammer. Tchibo verstehe sein Engagement bei Beiersdorf nicht als reine Finanzinvestition, betonte der Tchibo-Chef. Zwar sehe sich das Unternehmen nicht als «Meta-Vorstand, der Beiersdorf überall reinredet», dennoch wolle Tchibo bei Beiersdorf als «Möglichmacher» mitgestalten.

Tchibo strebt nach Ammers Worten an, Beiersdorf in den Deutschen Aktienindex zu führen. «Wir wollen mit Beiersdorf einen breit platzierten Dax-Wert schaffen, der für Anleger hoch attraktiv bleibt», sagte der Tchibo-Vorstandsvorsitzende. Tchibo hatte am Donnerstag 19,6 Prozent der Beiersdorf-Anteile vom Versicherungskonzern Allianz übernommen und hält jetzt 49,9 Prozent am Nivea-Hersteller.

Den Kaufpreis von 130 Euro je Aktie hält Ammer für realistisch: «Wenn Sie ein Aktienpaket erwerben, müssen Sie immer einen Aufschlag bezahlen», sagte er dem «Spiegel». Der Preis reflektiere genau den Wert, den das Engagement bei Beiersdorf für Tchibo habe.

Die Allianz verkaufte insgesamt 40 Prozent der Beiersdorf-Anteile für insgesamt rund 4,4 Milliarden Euro. Neben den 19,6 Prozent, die Tchibo übernommen hat, gingen zehn Prozent an die Hamburger Gesellschaft für Vermögens- und Beteiligungsverwaltung (HGV), die die Beteiligungen der Hansestadt verwaltet. Weitere drei Prozent wurden von der Troma Alters- und Hinterbliebenenstiftung übernommen. Beiersdorf selbst kauft 7,4 Prozent der Anteile in Form eines Aktienrückkauf-Programms. Nach dem Verkauf hält die Allianz noch 3,6 Prozent an Beiersdorf.

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