Kosmetikunternehmen präsentiert Quartalszahlen
Beiersdorf trotzt der Konsumflaute

Kosmetik ist auch in Zeiten der viel beklagten Konsumflaute gefragt. Beiersdorf hat seinen Gewinn im Geschäft mit der Schönheit im ersten Quartal leicht gesteigert. Doch auf der Hauptversammlung im Hamburg wurde auch Kritik laut.

HB HAMBURG. Der Kosmetikhersteller Beiersdorf hat nach einem starken April seine Gewinnziele für das Gesamtjahr bekräftigt. Auch die ersten drei Monate liefen gut. Die Umsatzrendite vor Steuern und Zinsen stieg im ersten Quartal 2005 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 11,7 auf 12,3 Prozent. Für das gesamte Geschäftsjahr 2005 unterstrich der scheidende Vorstandschef Rolf Kunisch noch einmal seine Vorhersagen: Demnach soll die Umsatzrendite vor Steuern und Zinsen auf elf (Vorjahr: 10,6) Prozent und die Nettorendite auf rund sieben (6,6) Prozent steigen. Im Geschäftsjahr 2004 hatte Beiersdorf einen Umsatz von 4,5 Milliarden Euro erzielt.

Kunisch sprach auf der Aktionärsversammlung in Hamburg trotz der positiven Entwicklung von einem schwierigen Geschäftsjahr. Der Umsatz werde voraussichtlich stagnieren. Das Plus bei Gewinn und Rendite im ersten Quartal 2005 sei auf erste Erfolge des neuen Ressorts Supply Chain zurückzuführen, in dem Beiersdorf die Abläufe vom Einkauf bis zum Vertrieb strafft. Dieses Ressort hatte zuletzt Vorstandsmitglied Thomas-Bernd Quaas geleitet, der Kunisch ablösen wird.

Kunisch will den von ihm eingeschlagenen Kurs dann als Aufsichtsratschef begleiten. Binnen 15 Jahren will das von dem Kaffeeröster Tchibo kontrollierte Traditionsunternehmen seinen weltweiten Marktanteil von derzeit fünf auf zehn Prozent verdoppeln. Kunisch begründete seine Zuversicht in die Zukunft mit dem weltweiten Wachstum der Körperpflegemärkte.

Bei dem im Nebenwerteindex MDax gelisteten Kosmetikhersteller wird außerdem über einen Aktiensplitt diskutiert. Finanzchef Rolf-Dieter Schwalb wollte diesen Schritt nicht ausschließen. Zuvor hatten Aktionärssprecher den Aktienkurs als zu niedrig kritisiert. Der Sprecher der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger, Hansgeorg Martius, schlug die Erhöhung der Aktienzahl vor, um das Papier attraktiver zu machen.

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