Kostenbeteiligung
Bosch macht Kurzarbeits-Deal

Ungewöhnliche Maßnahme beim Autozulieferer Bosch: Der weltgrößte Konzern seiner Art beteiligt seine Mitarbeiter an den durch Kurzarbeit entstehenden Kosten. Die Belegschaft profitiert im Gegenzug von der Verpflichtung, von betriebsbedingten Kündigungen abzusehen.
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HB STUTTGART. Beim weltgrößten Autozulieferer Bosch sollen sich die Mitarbeiter an den Kosten der Kurzarbeit beteiligen. Im Gegenzug will das Unternehmen nach Angaben der "Stuttgarter Nachrichten" befristet auf betriebsbedingte Kündigungen verzichten. Eine Vereinbarung für das größte Werk des Konzerns in Stuttgart haben Geschäftsführung und Betriebsrat laut Zeitung am Mittwoch unterzeichnet. Eine Bestätigung des Unternehmens war am Abend nicht zu erhalten.

Nach Angaben der "Stuttgarter Nachrichten" müssen Mitarbeiter ebenso wie die Manager künftig auf 1 bis 1,5 Prozent ihres Jahreseinkommens verzichten. Mit dem Geld soll ein Fonds gespeist werden, aus dem Bosch rund die Hälfte der Mehrkosten erstattet bekommt, die durch die Kurzarbeit entstehen. Diese fallen an, weil bei Kurzarbeit die Kosten für das Unternehmen nicht so stark sinken wie die Arbeitszeit.

Bosch sichere den Mitarbeitern allerdings zu, bis Anfang 2013 auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten, hieß es weiter. Die Vereinbarung soll am 1. Januar 2010 in Kraft treten und Pilotcharakter für andere Bosch-Standorte haben. Stuttgart-Feuerbach ist mit 11 800 Beschäftigten der weltweit größte Standort des Bosch - Konzerns.

Kommentare zu " Kostenbeteiligung: Bosch macht Kurzarbeits-Deal"

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  • Endlich mal eine gute Nachricht bezüglich einer erfolgreichen Kooperation in Sachen Gehalt/Arbeitsplatz zwischen AG und AN.
    Der Standort Deutschland ist nicht so schlecht wie viele behaupten, man kann und sollte vieles eben nur besser machen. Und das ist für mich ein gutes beispiel.
    Weiter so!

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