Kosteneinsparungen
Platinproduzenten erhoffen Erholung

Die jüngste Erholung des Platinpreises hat den südafrikanischen Produzenten des Edelmetalls eine Atempause verschafft. Die Krise, ausgelöst durch einbrechende Rohstoffpreise, ist aber für die Branche noch nicht vorbei. Deswegen wollen die Minenkonzerne nun weiter ihre Kosten kappen.

KAPSTADT. Das wird aber wenig nützen, wenn sich nicht die weltweite Autoindustrie schnell erholt: Die verbraucht 60 Prozent des Edelmetalls.

Mit fast 1 300 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm) kostet das Edelmetall Platin derzeit in London so viel, wie zuletzt vor rund zwölf Monaten. Allerdings hat sich der Preis damit nur zum Teil von seinen kräftigen Verlusten erholt: Im Mai 2008 notierte Platin noch bei 2 200 Dollar, im Zuge der Finanzkrise war der Preis dann zeitweise unter 800 Dollar gerutscht.

Dieser Preiseinbruch hinterließ tiefe Spuren im Jahresergebnis der Förderer. So fiel der Umsatz beim weltweit zweitgrößten Platinkonzern Impala Platinum (Implats) im Vergleich zur Vorjahreszeit um 30 Prozent auf 26,1 Mrd. Rand (2,4 Mrd. Euro). Der Gewinn schrumpfte wegen des starken Kostendrucks sogar noch stärker – um 52 Prozent auf sechs Mrd. Rand (550 Mio. Euro). Allerdings war der Rückgang damit deutlich geringer als bei seinem hoch verschuldeten Erzrivalen Anglo Platinum, der klaren Nummer eins am Platinmarkt.

Angloplat hatte Ende Juli einen massiven Gewinneinbruch für das letzte Finanzjahr um 95 Prozent gemeldet und als Folge Expansionsprojekte im Wert von vier Mrd. Dollar auf Eis gelegt. Sie werden nun zum Teil um bis zu vier Jahre verschoben. Bereits im September 2008 hatte Anglo Platinum als Folge der fallenden Nachfrage 12 000 Arbeiter entlassen, fast 15 Prozent aller Beschäftigten. Zeitgleich war seine Verschuldung um das Dreifache auf fast 18 Mrd. Rand gestiegen. Daraufhin sagte die Konzernmutter Anglo American, die 80 Prozent an Angloplat kontrolliert, einen Kreditrahmen von einer Mrd. Dollar zu.

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