Kostensenkung in Höhe von 500 000 Euro geplant
Opel trägt Hauptlast der GM-Sanierung

Opel droht ein Kahlschlag. Wie von den Beschäftigten befürchtet reagiert der weltgrößte Autobauer General Motors (GM) mit einem massiven Arbeitsplatzabbau auf seine langjährige Ertragskrise im europäischen Geschäft.

HB RÜSSELSHEIM/ZÜRICH. Bis 2006 will GM in Europa bis zu 12 000 der rund 63 000 Stellen streichen und die jährlichen Kosten um eine halbe Milliarde Euro drücken, wie der Konzern am Donnerstag bekannt gab. Die Hauptlast wird dabei die deutsche Tochter Adam Opel AG tragen müssen.

Nach Angaben des Bochumer Opel-Betriebsratschefs Dietmar Hahn will das Unternehmen in Deutschland binnen drei Jahren rund 10 000 Arbeitsplätze abbauen, etwa 4100 davon in Bochum, wo die Modelle Astra und Zafira vom Band laufen. Das GM-Management sagte nicht, auf welche Werke in Europa sich der Personalabbau verteilen soll. Neben den Beschäftigten im Stammwerk Rüsselsheim und in Bochum fürchten auch die Arbeiter bei Saab im schwedischen Trollhättan um ihre berufliche Existenz. In Deutschland hat GM rund 32 000 Beschäftigte.

Der US-Konzern, der nach einem schwächer als erwarteten Geschäftsverlauf im dritten Quartal nun seine Gewinnprognose für 2004 reduzierte, schloss Entlassungen nicht aus. Zunächst werde GM aber mit Betriebsrat und Gewerkschaft verhandeln. Der Betriebsrat kündigte angesichts jahrelanger Verluste seine Bereitschaft zu „großen Zugeständnissen“ an. Allerdings werde sich die Belegschaft auch nicht kampflos ergeben und sei im Notfall zur Konfrontation bereit, sagte Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz. „Wir müssen die Probleme im Dialog lösen und nicht mit einer Bulldozer-Mentalität.“ Gewerkschaftsvertreter drohten mit Protesten, Franz wollte aber nicht von Streiks sprechen.

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