Kostensenkung notwendig
DAB-Brauerei weiter in Not

Die Sorgen um den Fortbestand der DAB-Brauerei in Dortmund wachsen weiter. Wegen der starken Einweg-Lastigkeit der Marke sei der Absatz dramatisch zurückgegangen, sagte Ulrich Kallmeyer, Aufsichtsratsvorsitzender der DAB und Vorstandsvorsitzender der Radeberger Gruppe AG.

HB/dpa DORTMUND. Der Ausstoß der Dortmunder Actien-Brauerei sei im ersten Halbjahr 2003 um rund 350 000 Hektoliter zurückgegangen. Mit dem Betriebsrat werde derzeit über Arbeitszeitflexibilisierung verhandelt, betonte Kallmeyer. Ohne Kostensenkung könne der Standort nicht gehalten werden.

Rund 400 Mitarbeiter beschäftigt die DAB in Dortmund. Von einem drohenden Aus für die Brauerei wollte der DAB- Aufsichtsratsvorsitzende nicht reden. Gleichwohl sprach er vom „Dauerpatienten DAB“ und betonte: „Die Zukunftsfähigkeit der DAB entfällt mit den wegfallenden Einwegmengen.“

Ursache für den rückläufigen Bierkonsum sind nach Aussage von Kallmeyer das Dosenpfand und die politische Entscheidung über Einwegsysteme. Die Radeberger Gruppe und vor allem die DAB seien davon überproportional betroffen. Der Markt habe einen Einweganteil von 20 %, die Radeberger Gruppe einen Einweganteil von 30 %, die DAB einen Anteil von 55 %. Die Einwegmengen der Gruppe gingen im Vergleich zum Vorjahr bisher um 70 % zurück, die Mehrwegmengen steigen parallel dazu um lediglich 25 %.

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