Kostensenkungsprogramm
ABB will mehr als eine Milliarde Euro sparen

Der Schweizer Elektrotechnikkonzern ABB hat derzeit nicht nur mit der Rezession zu kämpfen. Altlasten drücken ebenfalls auf die Ergebnisse. Der Konzern will daher mit einem Kostensenkungsprogramm mehr als eine Milliarde Dollar einsparen.

HB ZÜRICH. Dieses Programm und Altlasten wie zum Beispiel frühere Schmiergeldaffären erfordern Rückstellungen von 850 Millionen Dollar vor Steuern, die in die Rechnung des vierten Quartals eingehen. In die Verlustzone gerät der Konzern deswegen nicht. Das Schlussquartal werde noch profitabel sein, so ABB. Die Energietechnikdivisionen sollen dieses Jahr wie erwartet um 15 bis 20 Prozent wachsen. Auch im Automationsgeschäft werde das angestrebte Wachstum von mehr als zehn Prozent erreicht.

Doch "wir müssen unsere Kostenstruktur an die schwächeren Marktverhältnisse anpassen", erklärte Konzernchef Joe Hogan. Der Auftragseingang im Oktober und November 2008 sei von der schwierigen Marktlage geprägt, erklärte das Unternehmen weiter.

Der Siemens-Konkurrent spürt, das wegen der Finanzkrise schwerer Geld für Projekte aufzutreiben ist und Investition wegen der unsicheren Aussichten verschoben werden. Auftragsstornierungen im großen Stil habe es nicht gegeben und die Auftragsbücher seien von hoher Qualität, sagte ein Firmensprecher. Stellenstreichungen seien nicht ausgeschlossen, sie seien aber nicht der Hauptpunkt des Sparprogramms.

Das operativ Geschäft entwickelte sich im vierten Quartal im Wesentlichen wie in den ersten neun Monaten. Die starken Schwankungen der Rohstoffpreise und Wechselkurse würden sich im vierten Quartal aber negativ auf das Betriebsergebnis (Ebit) auswirken. Der Konzern sieht sich dennoch weiterhin sehr solide finanziert.

Die ABB-Aktien sanken am Morgen knapp fünf Prozent auf 15,23 Franken. Der europäische Industriegütersektor lag 1,6 Prozent im Minus.

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