Kostensenkungsprogramm
Thyssen-Krupp will 1 100 Stellen streichen

Steigende Rohstoffpreise durch den China-Boom belasten die Thyssen Krupp AG. Um die Kosten zu senken, will das Duisburger Unternehmen nun Arbeitsplätze reduzieren.

HB DÜSSELDORF. Die jährlichen Kosten sollen bis 2007 um 200 bis 250 Mill. Euro sinken, sagte der Sprecher der Thyssen Krupp Stahl AG, Erwin Schneider, am Donnerstag. Dafür müssten auch Arbeitsplätze reduziert werden, sagte er und bestätigte damit einen entsprechenden Zeitungsbericht. Allerdings sei die Zahl der Stellen, die wegfallen werden, noch unklar. Der Duisburger Konzern beschäftigt derzeit etwa 12 000 Mitarbeiter überwiegend in Deutschland.

Die „Financial Times Deutschland“ (FTD) hatte in ihrer Ausgabe am Donnerstag berichtet, im Zuge des Sparprogramms könnten 1 100 Arbeitsplätze bei Thyssen Krupp Stahl wegfallen. Des Weiteren berichtete die FTD, auch bei den Hüttenwerken Krupp Mannesmann (HKM) in Duisburg solle die Zahl der Mitarbeiter reduziert werden. Der Betriebsrat habe bereits dem Abbau von 460 bis 570 der insgesamt 3 166 Stellen am Standort Duisburg bis Ende 2007 zugestimmt. Bei HKM war zunächst niemand für eine Stellungnahme erreichbar.

Der von China ausgelöste weltweite Stahl-Boom bereitet den deutschen Stahlkochern nicht nur Freude, sondern auch Probleme. Denn die sprunghaft gestiegenen Rohstoffpreise dämpfen zugleich die Gewinne der Produzenten. Und die Kunden wehren sich teils vehement gegen deutlich höhere Stahlpreise. Im Schnitt dürfte sich der Preis für die Tonne Warmbreitband nach Branchenangaben binnen Jahresfrist bis zu 40 Prozent verteuert haben.

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