Kostensteigerungen
Vaillant leidet unter hohen Rohstoffpreisen

Der Heiztechnikspezialist Vaillant erwartet für das Jahr 2006 zwar ein Umsatzplus von rund zehn Prozent auf 1,9 Mrd. Euro, rechnet wegen der stark gestiegenen Rohstoff- und Energiekosten aber nur mit einem Ergebnis auf Höhe des Vorjahres.

gil DÜSSELDORF. 2005 hatte das Remscheider Familienunternehmen allerdings mit einem operativen Ergebnis (Ebita) von 228 Mill. Euro ein Rekordergebnis vorgelegt. Claes Göransson, einer der beiden Geschäftsführer, beklagt besonders die hohen Preissteigerungen für Kupfer, aber auch für Aluminium, Edelstahl und Messing. Bisher habe man noch zu günstigen Konditionen einkaufen können, dies gehe jetzt aber nicht mehr. Deshalb werde sich Vaillant bemühen, einen Teil der Kostensteigerungen über den Markt zurückzuholen.

In den ersten neun Monaten hat Vaillant Umsatz und Ergebnis jeweils um elf Prozent gesteigert. Der Umsatz kletterte auf 1,4 Mrd. und das operative Ergebnis auf 146 Mill. Euro. Geschäftsführer Michel Brosset führte dies auf starkes Wachstum im Markt Osteuropa und auf Erfolge im Bereich erneuerbare Energien zurück. Während der Umsatz mit Heiztechnik in den beiden Stammmärkten Deutschland und Großbritannien um sieben und vier Prozent stieg, erzielte Vaillant in Osteuropa ein Plus von 34 Prozent auf 212 Mill. Euro, wobei es in der Ukraine die stärksten Anstiege gab. Hier und in der Türkei ist das Unternehmen inzwischen mit einem flächendeckenden Vertriebs- und Servicenetz vertreten.

In der Slowakei besitzt Vaillant zwei eigene Werke und beschäftigt dort mehr als 1 000 Personen. In China baut das Unternehmen ein Montagewerk für wandhängende Heizgeräte, das im ersten Quartal 2007 eingeweiht werden soll. Das Werk soll im nächsten Jahr bis zu 10 000 Heizgeräte montieren, ist aber auf eine Kapazität von mehr als 100 000 Geräten ausgelegt.

In seinem Kerngeschäft mit wandhängenden Gasheizgeräten erzielte Vaillant in den ersten neun Monaten ein Umsatzplus von neun Prozent auf 835 Mill. Euro. Wesentlich besser entwickelte sich der, allerdings noch kleinere Bereich erneuerbare Energien. Hier stieg der Umsatz um 48 Prozent auf 67 Mill. Euro. „Die Nachfrage nach Wärmepumpen ist ungebrochen“, sagte Brosset. Seit August fertigt Vaillant Wärmepumpen in einem eigenen Werk in Gelsenkirchen und will die Produktion 2007 auf über 7 000 Geräte steigern. Hier wie im Bereich Solarthermie, also Erwärmung von Wasser durch Sonnenenergie, hat sich das Geschäft verdoppelt. Auch bei der Solarthermie überlegt Vaillant eine eigene Fertigung.

Das Geschäft mit der Photovoltaik ist dagegen in den ersten neun Monaten um 13 Prozent auf rund 20 Mill. Euro geschrumpft. Vaillant ist hier reiner Händler und habe dadurch preislich Nachteile, sagte der Geschäftsführer. Vor dem Einstieg in eine mögliche Eigenfertigung warte man aber die Entwicklung der Technologie weg vom teuren Silizium ab.

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