Kräftiges Gewinnplus
Akzo trotzt schwachem US-Baumarkt

Der weltgrößte Farbenhersteller Akzo Nobel hat seinen Gewinn im letzten Quartal um 43 Prozent steigern können. Unter anderem dank guter Geschäfte in Schwellenländern stieg der Konzernumsatz um zwei Prozent auf 10,2 Mrd. Euro.

HB AMSTERDAM/FRANKFURT. Der weltgrößte Farbenhersteller Akzo Nobel hat mit einem überraschend kräftigen Gewinnanstieg im Schlussquartal an der Börse für Furore gesorgt. Die Akzo -Aktie zog im Handel in Amsterdam zeitweise mehr als acht Prozent an und war damit mit Abstand größter Kursgewinner unter den europäischen Chemiewerten.

Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) habe im Schlussquartal um 43 Prozent auf 174 Mill. Euro zugenommen, teilte der niederländische Chemiekonzern am Donnerstag mit. An der Börse war lediglich mit 157 Mill. Euro gerechnet worden. Damit kam Akzo Nobel im Gesamtjahr auf einen Betriebsgewinn von 916 Mill. Euro - ein Plus von 25 Prozent binnen Jahresfrist. Unter dem Strich stand für das fortgeführte Geschäft ein Nettogewinn von 580 Mill. Euro in den Büchern, was einen Zuwachs von 29 Prozent darstellt. Unter anderem dank guter Geschäfte in Schwellenländern stieg der Konzernumsatz um zwei Prozent auf 10,2 Mrd. Euro.

Für dieses Jahr erwartet die Konzernführung zwar anhaltend hohe Rohstoffpreise sowie eine Konjunkurabschwächung in den USA und in Europa. Dennoch wolle das Unternehmen stärker wachsen als seine Märkte, sagte Konzernchef Hans Wijers. Damit äußerte sich die Akzo -Führung weniger pessimistisch als die Konkurrenz, die unter anderen unter dem schwächelnden US-Baumarkt leidet. Nach den Worten von Wijers ist davon auszugehen, dass Asien, Südamerika und Zentraleuropa negative Folgen aus dem flauen Farbenmarkt in den USA wettmachen können.

Für 2007 zog Wijers eine positive Bilanz. In einem Jahr des Konzernumbaus habe Akzo klar seinen Fokus auf das operative Geschäft beibehalten. "Unsere Jahresergebnisse unterstreichen auch die grundlegende Stärke von Akzo Nobel mit einem starken Schlussquartal in einem herausfordernden Umfeld", sagte Wijers. Den Aktionären winkt der Konzern mit einer satten Aufstockung der Dividende für 2007 um 50 Prozent auf 1,80 Euro. Dazu kommt ein drei Mrd. Euro schweres Aktienrückkaufprogramm. Mit dem Rückkauf von Aktien im Wert von einer Milliarde Euro soll bereits Mitte März begonnnen werden.

Akzo hatte 2007 für 11,5 Mrd. Euro den britischen Chemiekonzern ICI übernommen. Zugleich verkauften die Niederländer für etwa elf Mrd. Euro seine Pharmasparte Organon an den US-Arzneimittelhersteller Schering -Plough.

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